Heilige Alltagshelfer | Teil 07
Für Gartenliebhaber und Naturbewahrer
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Wetter, Ernte und Schöpfung sind seit jeher für unser Leben entscheidend – folgende Heilige begleiten besonders in der Landwirtschaft.
- Hl. Pankratius
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Hl. Pankratius
Gedenktag: 12. Mai
Darstellung: als jugendlicher Ritter
Attribute: Herzogshut, Schwert,
Märtyrerpalme
Patron: junge Saat, Blüten, gute Zukunft
Pankratius war der Legende nach ein junger Christ, der um die Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert unter Kaiser Diokletian in Rom hingerichtet wurde. Sein Gedenktag am 12. Mai markiert in Österreich den Beginn der „Eisheiligen“: Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „kalte Sophie“. Diese Tage wurden über Jahrhunderte zur Orientierung genutzt, frostempfindliche Pflanzen erst nach Mitte Mai auszusäen oder zu setzen – eine Tradition, die aus langen Beobachtungen und bäuerlicher Erfahrung entstanden ist. Bis heute gelten die Eisheiligen überall im Alpenraum als verlässliche Zeitmarke. Übrigens: Weil Kaltluft aus dem Norden Deutschland früher erreicht, beginnen die Eisheiligen dort bereits am 11. Mai (hl. Mamertus).
Bauernregeln zu Pankratius
Wenn’s an Pankratius friert,
so wird im Garten viel ruiniert.
Pankratius hält den Nacken steif,
sein Harnisch klirrt vor Frost und Reif.
Pankraz und Urbanitag ohne Regen versprechen reichen Erntesegen.
Pankratz macht erst dem Sommer Platz.
Hl. Franz von Assisi
Gedenktag: 4. Oktober
Darstellung: im Ordenshabit
Attribute: mit Wundmalen Jesu, Kreuz,
Fische, Vögel, Totenkopf, Wolf, Lamm
Patron: Ökologie, Tiere, Umweltschutz
Franziskus, um 1181/82 als Sohn reicher Kaufleute in Umbrien geboren, bricht 1206 radikal mit seinem alten Leben: Vor dem Bischof von Assisi legt er seine Kleidung ab und entscheidet sich für ein Leben nach dem Evangelium – schlicht, arm und ganz der Schöpfung verbunden. Aus dieser Lebensweise entsteht der Orden der Minderen Brüder. Franziskus sieht alles Geschaffene als „Geschwister“ und bringt diese Haltung auch im berühmten Sonnengesang zum Ausdruck. 1226 stirbt Franz von Assisi und beeinflusst nicht nur durch die seinem Vorbild folgenden Ordensgemeinschaften. Bis heute gilt Franz von Assisi als „ökologischer Mensch“ par excellence; 1979 wurde er vom Papst zum Patron des Umweltschutzes ernannt. Heuer begehen die Ordensgemeinschaften und viele franziskanisch geprägte Einrichtungen seinen 800. Todestag.
- Hl. Donatus von Münstereifel
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Hl. Donatus von Münstereifel
Gedenktag: 30. Juni
Darstellung: als römischer Soldat
Attribute: Blitze, Getreidegarbe, Schale, Messer oder Sichel
Patron: Unwetter, Blitz, Hagel
Als die Reliquien des heiligen Donatus 1652 nach Münstereifel kommen, schlägt das Wetter plötzlich um: Aus strömendem Regen wird strahlender Sonnenschein. Ein Priester, der während des Gottesdienstes vom Blitz getroffen wird, überlebt auf Fürsprache des Heiligen unverletzt. Seither gilt Donatus als Patron gegen Unwetter, Blitz und Hagel. Die Legende berichtet, dass der 1446 aufgefundene, unbekannte Katakombenheilige ein geheimer Christ und Soldat gewesen sei, der für seinen Glauben den Tod fand. In der Steiermark zeugen über hundert Darstellungen von seiner Rolle als beliebter „Wetterheiliger“. Einige Beispiele: Die Pfarrkirche in Altenmarkt bei Fürstenfeld ist dem hl. Donatus geweiht. An vielen Orten gibt es sogenannte Donati-Kapellen, wie in Zerlach oder Gratkorn. In unserer Nachbardiözese ist gar eine ganze Ortschaft nach dem Heiligen benannt: St. Donat in der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan.
Maria Wilbrink
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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