Wertschätzung und Liebe
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Der Valentinstag lebt in den Menschen
Auf welchen Valentin das Fest der Blumen zurückgeht, ist unklar. Fest steht, dass es seit dem 4. Jahrhundert begangen wird. Seit damals ist der 14. Februar der Jahrestag, an dem der Legende nach Bischof Valentin von Terni in Umbrien um seines Glaubens Willen hingerichtet worden ist. Er soll trotz Verbot viele christliche Paare getraut haben.
Was aber hat diesen Tag der Beziehung so nachhaltig in uns verankert, dass er heute weltweit gefeiert wird? Die lange christliche Tradition? Schon um 500 n. Chr. hat der damalige Papst das Fest in den römischen Generalkalender, das Verzeichnis der Heiligenfeste, aufgenommen. Doch 1969 wurde es wieder daraus gestrichen.
Zugleich muss die Motivation, Zuneigung für unsere liebsten Menschen auszudrücken, wohl tiefer liegen als der Anreiz durch das Blumenangebot der Floristen. Interessant ist, dass dieser 14. Februar schon im alten Rom Fest der Göttin Juno, der Beschützerin der Ehe, war. Auch damals wurden Frauen in Familien mit Blumen beschenkt.
Blumen zu schenken deuten manche als romantische Geste. Doch vielleicht ist es Ausdruck tiefer Sehnsucht, unsere Beziehung aufzuwerten, Zeichen, dass etwas zwischen uns wachsen kann, sich entfalten soll. Das Geschenk der kleinen Blume kann viel Liebe enthalten. Und diese kleine Blume am Valentinstag soll uns erinnern, dass wir uns täglich Wertschätzung und Liebe zeigen können.
Brigitte und Hans Priebsch
Tage der Beziehung
In vielen steirischen Pfarren wird rund um den Valentinstag die Liebe gefeiert: Gottesdienste, ein Segensritual, eine Ausstellung, Candlelightdinner oder ein Kabarett laden ein, Zeit mit der Partnerin, dem Partner zu verbringen. Die Termine finden Sie auf den Veranstaltungsseiten im Sonntagsblatt vom 2. Februar und in dieser Ausgabe. Alle Liebenden sind herzlich eingeladen, ihre Liebe zu feiern.
Termine:
Tage der Beziehung: St. Vinzenz. Konzert zum Valentinstag. Klassik aus dem Musikgymnasium und Texte über die Liebe, 16. Februar, 19.30 Uhr, Vinzenzkirche. • Hl. Schutzengel. All you need is love, ökumenischer Gottesdienst für alle Liebenden, Musik: Die Bischöfliche Hauskapelle; 14. Februar, 18 Uhr. Dann Agape. • Ragnitz. Gottesdienst für Liebende in allen Lebenslagen, 14. Februar, 19 Uhr. • St. Rupert-Hohenrain. 15. Februar, 18 Uhr Segensfeier für alle, die lieben; 18.30 Uhr Kabarett mit Josef Seppi Promitzer: Liebesg’schichten und Gottes-Sachen. • Straßgang. Candle-light Dinner, 14. Februar, 18 Uhr, GH Luderbauer.
Nachgedacht
Sind wir noch neu-gierig aufeinander?
Wieder einmal wird uns unsere Unterschiedlichkeit bewusst: Unterschiede in der Zeiteinteilung, bei Haushaltsarbeiten, in der Art Probleme anzusprechen … Was ist nach 50 Jahren Ehe daraus geworden?
Wie magisch hat uns unsere Unterschiedlichkeit in der ersten Liebe angezogen. Wie sehr hat sie uns später im Alltag genervt, enttäuscht, ja zornig gemacht. Aufreibende Sachdebatten haben ausgelaugt, bedrückt, ernüchtert.
Bis jemand sagte: Jeder von euch ist kostbar. Beurteilt nicht, aber redet und schreibt darüber, was ihr fühlt, spürt und denkt. So haben wir schrittweise erkannt, dass nicht böser Wille, sondern oft persönliche Werte oder Begabung unser Verhalten steuern. Je mehr wir einander davon erzählt haben, desto tiefer haben wir uns kennen gelernt; Vertrauen ist gewachsen. Wir haben erkannt, dass verschiedene Sichtweisen stehen bleiben können, solange wir voneinander wissen, und dass in Notlagen Unterschiede oft hilfreiche Ergänzung sind.
Heute schätzen wir unsere Eigenheiten. Und wenn wir darüber schmunzeln, ist es ein befreites, frohes Einander-Annehmen. Es ist ein neues JA zueinander – nicht nur am Valentinstag.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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