Familie - Impulse zur Fastenzeit
Liebe, Lust und Laster

Die Liebe öffnet Augen. Amoris laetitia – das nach-synodale Apostolische Schreiben von Papst Franziskus über die Liebe in der Familie – ist voll von anregenden Aussagen und Gedanken zum Leben in Beziehungen.
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  • Die Liebe öffnet Augen. Amoris laetitia – das nach-synodale Apostolische Schreiben von Papst Franziskus über die Liebe in der Familie – ist voll von anregenden Aussagen und Gedanken zum Leben in Beziehungen.
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Impulse zur Fastenzeit. Aus dem Fastenkalender des Familienreferates.

Ein Kalender – wann immer ich mich entschließe, mein Tempo für ein paar Tage zu drosseln, kann ich in ihm blättern. Jederzeit. Dann gehe ich ein Stück mit mir selbst.
Einen oder zwei Schritte gehe ich heute mit der Frage, ob mir genügend Zeit bleibt, meine Beziehung zu pflegen. Die Liebe, so Papst Franziskus, braucht verfügbare, geschenkte Momente, die andere Dinge an die zweite Stelle setzen. Es bedarf der Zeit, sich ohne Eile zu umarmen, einander anzusehen, zu würdigen und damit die Beziehung zu stärken. Mich beschäftigt die Frage, wann dies zuletzt süße Realität war in meiner Beziehung.
Heute mag ich der Frage nachspüren, wo ich Familie finde. Formen sind verschieden, Konstellationen bunt. Wen zähle ich meiner Familie zu? Der Papst schreibt, eine Familie könne von Liebe ausgehend wachsen. Jede/r von uns hat ihre/seine Geschichte. Von Liebe ausgehend darf alles Künftige werden. Die Gegenwart Gottes, schreibt Franziskus, „wohnt in der realen, konkreten Familie mit all ihren Leiden, ihren Kämpfen, ihren Freuden und ihrem täglichen Ringen“.
Einen oder zwei Schritte gehe ich heute mit der Frage, wo ich selbst fremd bin. Ich weiß, weit muss ich nicht gehen. Schon in der nächsten Straße gehöre ich nicht dazu. Papst Franziskus spricht vom Beweis der „barmherzigen Aufnahme“ in Situationen, da wir mit Migrantinnen und Migranten in Kontakt kommen. Ihnen gebühre unsere Aufmerksamkeit. Mich beschäftigt die Frage, in welchen Momenten ich auf andere zu-
gehe.
aus: Fastenkalender „Liebe, Lust und Laster“

ZUM NACHDENKEN

Fasten
40 Tage – von Aschermittwoch bis Ostern – versuchen wir zu fasten. Der Verzicht auf Fleisch, Süßes und Alkohol ist beliebt. Auch Zigaretten, „Social Media“ oder gar das Lästern werden immer mehr in die Liste der Fastenvorsätze aufgenommen.
Vielleicht taucht bei so manchem/mancher die Frage auf, ob man denn in der heurigen Fastenzeit überhaupt noch fasten braucht, wo wir alle doch schon seit fast einem Jahr in Verzicht leben. Wir sehen die Eltern, Großeltern, Freunde, Musik- und Sportkameraden kaum bis gar nicht und müssen schon viel zu lange auf liebgewonnene Gewohnheiten verzichten.
Das Fasten kommt nicht „von ungefähr“. Auch Jesus hat gefastet, und er wurde in diesen 40 Tagen in der Wüste vor Versuchungen gestellt. Er hat allen widerstanden, und genau das soll uns ein Vorbild sein.
In der Fastenzeit verzichten wir bewusst auf Dinge, die für uns alltäglich sind. Dies lässt uns erkennen, was für uns im Leben wichtig ist. Natürlich ist unser Alltag dieses Jahr gar nicht so alltäglich, aber auch diesen Umstand können wir nutzen und uns in der Fastenzeit ganz bewusst ins Gedächtnis rufen: Wir leben in einem sicheren Land, haben Lebensmittel, ärztliche Versorgung und können dank digitaler Errungenschaften Kontakt zu unseren Lieben halten.
Statt uns zu beklagen, können wir dankbar sein, dass es uns gutgeht, und gleichzeitig an all jene denken, denen es nicht gutgeht. Und wer die Möglichkeit hat, zu Hause Suppe zu essen, „aber a Schnitzel zu spenden“, hilft damit genau dort, wo Hilfe dringend gebraucht wird.


Wo Jesus lebte – Kinder entdecken das Heilige Land
Was für ein Abenteuer: Paula und Jakob dürfen nach Israel und entdecken das Land, in dem Jesus lebte. Sie fahren mit einem Boot auf den See Gennesaret, durchqueren die Wüste Juda, entzünden Kerzen in der Grabeskirche und tauchen ein in das Gewimmel von Jerusalem. So wird das Land der Bibel für Kinder lebendig.
Rätsel- und Kreativseiten, zahlreiche Infotexte, großformatige Farbfotos und eine Karte des Heiligen Landes erklären das Land, in dem Jesus lebte, auf anschauliche Weise. – Gerhard Dane/Monika Becker, „Wo Jesus lebte“, Butzon & Bercker Verlag

Fastenkalender
„Liebe, Lust und Laster“

Familienreferat, 6,90 Euro
Das Familienreferat der Katholischen Kirche Steiermark lädt mit dem Fastenkalender „Liebe, Lust und Laster“ zum „inneren Pilgern“ ein: 40 offene Impulse, die den Gedanken von Papst Franziskus in Amoris Laetitia nachspüren, regen zur Vervollständigung, Reflexion oder auch zum Widerspruch an. Und: Sie berühren auf besondere Weise. – Papst Franziskus ruft das Jahr der Familie aus, welches am 19. März beginnt und mit dem Welttreffen der Familien im Juni 2022 in Rom enden wird.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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