Familie
Liebe in beide Richtungen
- Heldinnen und Helden des Alltags: Großeltern kümmern sich oft noch um die eigenen Eltern und sind auch ein wichtiger Ankerpunkt im Leben der Enkel.
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Großeltern zwischen den Generationen.
Es gibt Menschen, die tragen zwei Herzen in ihrer Brust – eines für die Zukunft, eines für die Vergangenheit. Großeltern, die sowohl für ihre Enkel da sind als auch ihre eigenen Eltern begleiten, gehören zu diesen stillen HeldInnen des Alltags.
Sie stützen die eine Generation und führen die andere. Zwischen Kinderlachen und Pflegegesprächen, zwischen Spielplatz und Arzttermin, zwischen Vorlesen und Erinnerungen bewahren – ihr Alltag ist geprägt von Fürsorge, Verantwortung und Liebe.
Diese Generation ist stark – durch Lebenserfahrung, Organisationstalent und ein großes Herz. Doch oft stellen sie sich selbst zurück. Besonders Frauen tragen diese Mehrfachrolle, häufig zusätzlich zum Berufsleben. Dann wird aus Verantwortung schnell eine Last – der berühmte „Mental Load“.
Und trotzdem: Diese Rolle schenkt auch tiefe Momente. Ein Lächeln der Mutter. Ein nasser Kuss vom Enkel.
In einer lauten, schnellen Welt sind sie ein leiser, kraftvoller Gegenpol. Sie geben Halt, schaffen Nähe – über Generationen hinweg. Auch wenn Großeltern an ihre Grenzen stoßen, wissen sie: Ihre Liebe macht den Unterschied.
Katrin Windischbacher
Welttag der Großeltern und alten Menschen
Der katholische „Welttag der Großeltern und alten Menschen“ steht dieses Jahr unter dem Motto „Selig, die die Hoffnung nicht aufgegeben haben“. Im „Heiligen Jahr 2025“ solle dieser von Papst Franziskus im Jahr 2021 ins Leben gerufene Tag eine besondere Gelegenheit sein, um über den unschätzbaren Wert der älteren Generation in Kirche und Gesellschaft nachzudenken. Die Feierlichkeiten am Sonntag, dem 27. Juli, sollen insbesondere den Großeltern und älteren Menschen gewidmet sein. Dabei werden Besuche und Begegnungen zwischen den Generationen ausdrücklich gefördert.
Für Sie gelesen
Die Bucket List für Großeltern
Elise de Rijck
Plaza Verlag
ISBN 978-3-95843-893-4
Ein bisschen verrückt, humorvoll, kreativ und nie langweilig sind die 250 Vorschläge für eine intensive Oma/Opa-Enkelkind-Beziehung (Radfahren beibringen, Staudamm im Bach bauen, ...) Diese Bucket-List (eine Liste von Dingen die man in seinem Leben noch erleben möchte) ist eine fast unerschöpflicher Ideengeberin für Großeltern, die mehr Zeit mit den Enkeln verbringen möchten.
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Nachgedacht
Es ist ein seltener, fast magischer Moment: Vier Generationen vereint an einem Tisch. Da ist unsere Urli-Oma mit wachen Augen und viel Lebenserfahrung, mittendrin die Kinder – laut, neugierig, voller Energie. Ihre Eltern, der Onkel, meine Schwester – und ich, die „Katrin Oma“, wie man mich zur Unterscheidung nennt.
Wenn wir zusammen essen, treffen Welten aufeinander. Es wird erzählt, gelacht, diskutiert und zugehört. Geschichten von früher: „Es gab tatsächlich Zeiten ohne Waschmaschine!“ treffen auf Fragen von morgen: „Wozu brauchen wir eigentlich diese Künstliche Intelligenz?“
Damit wir entspannt zusammensitzen, holen wir das Essen meist vom Gasthaus. So wird niemand mit dem Kochen belastet und alle Wünsche finden Platz.
Trotz unterschiedlicher Vorlieben sind wir uns bei der Nachspeise einig: „Wer mag noch einen Bananensplit?“ – „Iiiich!“, rufen alle und die Hände schnellen in die Höhe. Das gemeinsame Anrichten mit den Enkeln ist ein kreatives Vergnügen.
Wenn vier Generationen an einem Tisch sitzen, entsteht mehr als ein Familien-
essen – es ist ein magischer Moment, der bleibt und den ich unglaublich genieße.
Katrin Windischbacher
Die Autorin ist Leiterin des Familienreferates der Diözese.
katrin.windischbacher@graz-seckau.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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