Familie
Gießen und düngen

Der Sommer ist der Wendepunkt im Gartenjahr. Während wir die ersten großen Erfolge des Frühlings ernten, entscheidet sich jetzt, wie reichhaltig unser Tisch im kommenden Winter gedeckt sein wird.  | Foto: iStock
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  • Der Sommer ist der Wendepunkt im Gartenjahr. Während wir die ersten großen Erfolge des Frühlings ernten, entscheidet sich jetzt, wie reichhaltig unser Tisch im kommenden Winter gedeckt sein wird.
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Juni und Juli. Was jetzt im Garten zu tun ist.

Im Juli stehen im Garten vor allem Pflege, Bewässerung und Ernte an. Durch die heißen Sommertage müssen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig gießen und vor dem Austrocknen schützen.
Pflege der Sommerkulturen: Klassischerweise werden Paradeiser regelmäßig ausgegeizt und angebunden, um die Energie der Pflanze optimal zu nutzen. Es geht aber auch ganz anders: Wer den Pflanzen viel Platz lässt, kann sie völlig ohne Ausgeizen einfach am Boden wachsen lassen. Dieses Experimentieren macht besonders viel Freude und führt oft zu ganz neuen Entdeckungen beim Anbau.
Gießen und mulchen: An heißen Sommertagen verdunstet viel wertvolles Wasser. Gießen Sie Ihre Pflanzen in dieser Zeit am besten in den frühen Morgenstunden durchdringend und direkt an der Basis.
Eine schützende Mulchschicht (zum Beispiel Rasenschnitt, Stroh, Brennnesselblätter) spart viel Wasser, hält die Erde dauerhaft feucht und unterdrückt unerwünschtes Unkraut.
Nachdüngen: Starkzehrer wie Paradeiser, Gurken, Zucchini und Kürbisse haben jetzt großen Hunger. Eine Gabe organischen Düngers (z. B. Kompost oder Brennnesseljauche) sichert die Nährstoffversorgung für die Fruchtbildung.
Buschbohnen, Pflücksalate, Radieschen, Rohnen und Mangold können den ganzen Juni/Juli über nachgesät werden.

Angelika Ertl

Tipps gegen die lästige Grüne Reiswanze
Wenn sich die Grüne Reiswanze im Garten breitmacht, ist schnelles und regelmäßiges Handeln gefragt. Mit einer Kombination aus mechanischen Methoden und biologischen Hausmitteln lassen sich die lästigen Schädlinge jedoch gut in Schach halten.

Absammeln und absaugen: Die effektivste Methode ist das regelmäßige Absammeln der Wanzen per Hand. Besonders in Paradeiserhäusern oder kleinen Gärten hat sich zudem ein Staubsauger bewährt, mit dem man die Tiere einfach von den Pflanzen absaugen kann. Tipp: Nutzen Sie dafür die frühen Morgenstunden, da die Wanzen bei kühleren Temperaturen noch recht träge sind!

Natürliche Spritzmittel nutzen: Um den Befall einzudämmen, können Sie die betroffenen Pflanzen gründlich mit Seifenwasser oder biologischem Neemöl besprühen. Auch ein selbst angesetzter, intensiver Knoblauch-Chili-Sud wirkt Wunder: Der scharfe und strenge Geruch vertreibt die Wanzen zuverlässig, ohne der Pflanze zu schaden.
Eigelege gezielt vernichten: Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die Blattunterseiten, um die Eigelege der Wanzen aufzuspüren und vorsichtig zu zerdrücken. Bitte aufpassen: Schauen Sie ganz genau hin, damit Sie nicht versehentlich die Eier von nützlichen Marienkäfern erwischen.

GARTEN
Von Kraut bis Lauch

Der Fokus im Sommer liegt auf zwei Säulen: Der intensiven Pflege der Sommerkulturen und der vorausschauenden Planung für die kalte Jahreszeit.
Wer in den Wintermonaten frisches Gemüse aus dem eigenen Garten ernten möchte, muss spätestens jetzt aktiv werden. Viele Wintergemüsesorten haben eine lange Entwicklungszeit und müssen jetzt gesät oder als Jungpflanzen ausgepflanzt werden.
Winterkohl (Kraut). Späte Sorten von Rotkohl, Weißkohl und Wirsing müssen spätestens Ende Juni ins Beet, damit sie vor dem Frost feste Köpfe bilden. Auch Grünkohl und Kohlsprossen werden jetzt gepflanzt. Achtung: Es sind Starkzehrer! Noch einmal frisch Kompost geben – das hilft dem Ertrag und der Gesundheit.
Winterlauch (Porree). Die Jungpflanzen werden tief in Rillen gesetzt, damit sie lange, weiße Schäfte entwickeln. Achten Sie darauf, dass es sich um eine „Wintersorte“ (z. B. „Blaugrüner Winter“) handelt.
Achten Sie bei der Auswahl des Saatguts oder der Jungpflanzen unbedingt auf den Zusatz „Lagersorte“ oder „späte Sorte“. Nur echte Lagersorten entwickeln die nötige Frosthärte und Schalenfestigkeit, um im Keller oder direkt im Beet zu überwintern.

Angelika Ertl
Bio-Gärtnerin

Der Sommer ist der Wendepunkt im Gartenjahr. Während wir die ersten großen Erfolge des Frühlings ernten, entscheidet sich jetzt, wie reichhaltig unser Tisch im kommenden Winter gedeckt sein wird.  | Foto: iStock
Angelika Ertl
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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