Familie
Dankbar zurückblicken
- Ein selbstgestaltetes Grablicht oder ein bemalter Stein kann einem Kind aktiv helfen, an liebe Verstorbene
zu denken. - Foto: iStock/Starikova
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Allerheiligen und Allerseelen laden zum Innehalten ein.
Allerheiligen und Allerseelen sind für viele Menschen Tage des Erinnerns. Am 1. November, zu Allerheiligen, gedenkt die katholische Kirche aller Heiligen. Am 2. November, zu Allerseelen, stehen die Verstorbenen im Mittelpunkt. Viele Menschen nutzen diese Tage, um an Angehörige, FreundInnen und WegbegleiterInnen zu denken, die nicht mehr leben.
Traditionell werden Gräber geschmückt und Kerzen angezündet. Die Lichter auf den Friedhöfen sind ein Zeichen der Erinnerung und der Verbundenheit. Sie zeigen, dass Verstorbene nicht vergessen sind
und in den Herzen ihrer Familien weiterleben.
Allerheiligen und Allerseelen sind aber nicht nur Tage der Trauer. Sie laden auch dazu ein, dankbar auf gemeinsame Jahre zurückzublicken. Viele erinnern sich an schöne Begegnungen, Gespräche und Erlebnisse mit Menschen, die ihr Leben geprägt haben. Besonders ältere Menschen denken oft an Freunde und Verwandte, die sie über viele Jahrzehnte begleitet haben.
In unserer oft hektischen Zeit schenken diese Tage die Möglichkeit, innezuhalten. Sie erinnern daran, wie wertvoll Familie, Freundschaft und Zusammenhalt sind. Für viele Menschen sind diese Tage geprägt von stiller Erinnerung, Dankbarkeit und Gedenken an jene, die bleibende Spuren im Leben hinterlassen haben.
Familienreferat der Diözese Graz-Seckau
Gemeinsam erinnern
Wir unterhalten uns über alle Menschen aus unserem Umkreis, die gestorben sind und überlegen dabei: Was hat diesen Menschen besonders gemacht? Welche lustigen Erinnerungen haben wir?
Wir verzieren gemeinsam eine Grabkerze und bringen diese zum Grab eines geliebten Menschen.
Um unserer Verstorbenen auch während des Jahres zu gedenken, suchen wir einen besonderen Tag im Jahr (z. B. Geburtstag) eines lieben Menschen, der schon gestorben ist, aus und besuchen zusammen das Grab. Im Anschluss tauschen wir Erinnerungen aus.
Aus: Familien feiern Feste, Familienreferat
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Auf der Suche nach dem Geheimnis gelingenden Lebens
Stephan Falk
bene! Verlag
Was macht ein gutes Leben aus? Stephan Falk hat außergewöhnliche Menschen getroffen. Darunter eine Dombaumeisterin, eine Tiefseetaucherin, den letzten Mönch des Klosters Himmerod, einen Benediktiner, der als Schmiedemeister arbeitet und einen Geigenbaumeister. Das Buch ist eine Schatztruhe voller gelebter Tugenden, tiefer Erkenntnisse und ermutigender Perspektivwechsel.
Nachgedacht
Doch noch lebendig ...
Ich bin jetzt schon 86 Jahre alt. Alt werden ist nicht einfach. Zum Glück habe ich meine Frau Anni noch. Sie kümmert sich sehr gut um mich und ist immer für mich da. Auch meine Kinder und Enkelkinder sind da. Ich freue mich, wenn sie mich besuchen und wir miteinander reden und lachen.
Trotzdem fehlen mir viele Menschen. Die meisten meiner Freunde und Bekannten leben nicht mehr. Mit ihnen habe ich einen großen Teil meines Lebens verbracht. Wir haben viel miteinander erlebt. In der Nachbarschaft, bei der Arbeit, auf der Jagd, in Ungarn. Es waren so viele – da gab es immer jemanden, den man besuchen oder anrufen konnte.
Heute ist es viel ruhiger, viel langweiliger. Mir fehlen die Gespräche mit den Menschen, die die gleiche Zeit erlebt haben wie ich. Zu Allerheiligen denke ich besonders oft an sie. Ich kann nicht mehr selbst auf den Friedhof gehen. Ich erinnere mich aber an die schöne Zeit (ich habʼ schon viel Blödsinn gemacht ...) ans Jagen, Feiern ...
Das alles erzähle ich meiner Familie sehr oft. So bleiben die Verstorbenen doch auch lebendig, und ich bin froh, dass so viele gute Menschen um mich waren. Dafür bin ich dankbar. Nicht nur zu Allerheiligen.
Franz (86 Jahre)
mit seiner Frau Anni, teilt seine Gedanken zu Allerheiligen.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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