Fastenzeit
Pfarren haben sich viel für ihre Kreuzwege überlegt

Kreuzwegstation in Ardagger-Stift
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  • Kreuzwegstation in Ardagger-Stift
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In der schwierigen Corona-Zeit be-mühen sich Pfarren, „coronataugliche Kreuzwegfeiern“ zu gestalten, mancherorts gibt es auch ganz neue Ideen.

Die Religionslehrerinnen Maria Mag­net und Karin Weinreich aus der Pfarre Obritzberg haben sich etwas Besonderes überlegt: einen Mutmach-Weg. Es gibt seit 27. Februar verschiedene Stationen für Kinder und Erwachsene, bei denen es einiges zu entdecken gibt. Start ist am Kirchenplatz beim Kastanienbaum. Der Weg dient „zur persönlichen Stärkung“ und ist bis Ostersonntag begehbar.

Klagemauer und Scherbenmeer

Für die österliche Bußzeit haben sich Mitarbeiterinnen des Pfarrverbandes Ardagger Folgendes einfallen lassen: Sie möchten durch die Fastenzeit spirituell begleiten. Im Kreuzgang des ehemaligen Stiftes Ardagger ist ein „ganzheitlicher Fastenweg“ aufgebaut, wie Andrea Mühlberghuber, Pastoralassistentin in Ausbildung, erzählt. Dieser lädt ein, sich selbst eine wertvolle Zeit zu schenken, um mit Hilfe des Kreuzweges Jesu über das eigene Leben nachzudenken.

Die Kreuzwegstationen sind in sechs Themenpakete zusammengefasst: Urteil, Fallen, Begegnung, Tod, Trauer und Zuversicht. Dazu findet man Kreuzwegbilder, die mit Bibelfiguren und selbstgemachten Kulissen dargestellt sind. Zudem gibt es jeweils zwei Stationen, die einladen, „die Botschaft der Kreuzwegstation im eigenen Leben zu erkennen und selbst aktiv zu werden“. Mühlberghuber: „Erwähnenswert sind die Klagemauer, ein Baumstamm zum Einhämmern eines Nagels sowie ein Scherbenmeer – für Zerbrochenes im Leben.“ Man kann den Kreuzweg ganztägig besuchen – im eigenen Tempo.

In der Pfarrkirche von Neumarkt gibt es in der Fastenzeit wochentags immer neue Impulse bei den Kreuzwegbildern (siehe nebenstehendes Bild). Dabei werden u. a. Aufbauendes in Krisenzeiten, Gebetsimpulse und „eine Impfung gegen die Resignation“ geboten. Neben Kinder- und Erwachsenenkreuzwegen gibt es einen „Entscheidungskreuzweg“. Von 13. bis 25. März heißt es: „Begib dich auf einen spannenden Weg durch die Kirche, entscheide selbst und finde Parallelen zu deinem Leben.“

Stadtkreuzwege

In mehreren Orten gibt es wieder Stadtkreuzwege, die öffentlich an das Leiden und Sterben Jesu erinnern: So., 14. März, 14 Uhr, in Langenlois; Fr., 19. März, 16 Uhr, in Traismauer; Fr., 19. März, 19 Uhr, in Mautern; Fr., 26. März, 19 Uhr, ökumenischer Stadtkreuzweg in Tulln.

Kreuzwegandachten

Seit etwa 1600 wurden Kreuzwege mit 14 bebilderten Stationen errichtet. Sie zeigen den Weg Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung und Grablegung. Mitunter findet sich auch eine Darstellung der Auferstehung Jesu Christi (das leere Grab oder der Auferstandene) als 15. Station. Seit einiger Zeit gibt es nach dem Vorbild des Kreuzwegs auch die Via Lucis zur Meditation österlicher Ereignisse.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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