Hauskirche
Gottesdienst am Mittagstisch

Gottesdienst feiern an dem Tisch, an dem sonst die Familie gemeinsam isst, spielt oder zusammen Hausübungen macht, braucht Vorbereitung. 
Tücher, eine (Kinder-)Bibel, ein Kreuz, Blumen, Kerzen und persönliche Gegenständen schmücken den Tisch und lassen ihn festlich aussehen.
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  • Gottesdienst feiern an dem Tisch, an dem sonst die Familie gemeinsam isst, spielt oder zusammen Hausübungen macht, braucht Vorbereitung.
    Tücher, eine (Kinder-)Bibel, ein Kreuz, Blumen, Kerzen und persönliche Gegenständen schmücken den Tisch und lassen ihn festlich aussehen.
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Den Sonntag zu Hause feiern. Vier Familien erzählen von ihren Erfahrungen beim gemeinsamen Gottesdienst. Gesammelt von Anna-Christina Kainradl.

„Die Gegenwart des Herrn wohnt in der realen, konkreten Familie mit all ihren Leiden, ihren Kämpfen, ihren Freuden und ihrem täglichen Ringen“
Amoris laetitia, Nr. 315

Gottesdienst im eigenen Zuhause mit der Familie feiern: Für viele ist der Gedanke fremd – ausgenommen vielleicht am Heiligen Abend –, gemeinsam zu beten, zu singen und in der Bibel zu lesen. Nach einiger Überwindung sind diese Feiern aber eine Chance: gemeinsame Gesten und Worte entdecken, in denen mit und von Gott gesprochen wird. Miteinander kreativ sein und inmitten von Geschwisterstreitigkeiten, Haushalt, Quarantänekoller und Wochenendstimmung für Neues Platz machen, Besonderes erleben, für Gott Platz schaffen.

Familie K., Graz:

Am Sonntag haben wir uns zusammengesetzt und gemeinsam den Sonntag gefeiert. Es war nicht unbedingt idyllisch („Gib bitte den Lego-Katalog weg!“ „ICH will die Kerze anzünden/ausblasen/wieder anzünden“ usw.), aber eine echte Feier. Schön war der Moment, als wir überlegt haben, mit wem wir verbunden sind (mit den Omas, die eine Messe im Fernsehen mitfeiern; mit dem Herrn Pfarrer, mit Christine in Rom und mit Tina in Costa Rica …) und wie wir gemeinsam darüber gesprochen haben, was die Geschichte aus der Kinder-Bibel bedeuten könnte. Was es auf jeden Fall war: eine gute Vorbereitung auf die heurigen Osterfeiern.
Familie W., Graz:
Wir haben eine Kerze angezündet, und alle haben gesagt, worum sie bitten. Der Mittlere war gar nicht einverstanden, dass mein Mann gesagt hat, dass er sich wünscht, dass „alle wieder ganz normal in die Schule gehen können“. Unser Jüngster hat sich gewünscht, dass er die Oma bald wieder sehen darf … Dann haben wir ein Vaterunser gesungen. Mir schien, es war besonders für unseren Ältesten heilsam, weil vieles einfach mal ausgesprochen wurde, was er sonst nur verborgen gespürt hat. Er wirkte danach befreiter.

Familie F., Gleisdorf:
Am Sonntag haben wir einen Hausgottesdienst gefeiert. Wir hatten für die drei Buben drei rosa Tischtücher, drei Kerzen (die mit drei Streichhölzern angezündet wurden), drei Weihwasserflaschen (aus denen dann je ein Tropfen in die Weihwasserschale geleert wurde) vorbereitet. Um das Evangelium besser zu verstehen (die Heilung des Blindgeborenen), haben wir „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst“ gespielt und Gott gelobt für alles, was wir gesehen haben. Den Kids hat es eindeutig sehr viel Spaß gemacht, und wir haben gemerkt, dass genau das unsere Aufgabe ist: Gott zu suchen, der uns im Heute entgegenkommt.

Familie P., Graz:

Mit Jugendlichen die richtige Form des Feierns zu finden, fordert viel Flexibilität, da am Anfang einmal alles fremd und peinlich ist. Doch haben sich bei uns an der Stelle, wo Bitten und Dank vorgesehen waren, plötzlich wichtige Alltagsthemen gemeldet, eher Bitten aneinander – was auch gut war und sich richtig angefühlt hat. Gottes- und Menschendienst sind einander nähergerückt.

Hauskirche : Den 5. Fastensonntag zu Haus feiern

Gottesdienst feiern an dem Tisch, an dem sonst die Familie gemeinsam isst, spielt oder zusammen Hausübungen macht, braucht Vorbereitung. 
Tücher, eine (Kinder-)Bibel, ein Kreuz, Blumen, Kerzen und persönliche Gegenständen schmücken den Tisch und lassen ihn festlich aussehen.
Humor soll auch in Zeiten wie diesen nicht verlorengehen.
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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