Vorgestellt
Renate Ruprechter, Verwaltung

Als sie zum dritten Mal hörte, ein Mann werde für die Seelsorgeräume Knittelfeld, Judenburg und Pölsental als „Handlungsbevollmächtigter für Verwaltung“ gesucht, und als der Pfarrer sie fragte, ob sie nicht jemanden wüsste, da war für Renate Ruprechter klar: „Wenn ich jetzt nicht sage, dass ich das gern machen würde, dann ist mir nicht mehr zu helfen.“ Die vorherige Chefin einer Maler- und Anstreicherfirma wurde am 8. Oktober in Seckau für Knittelfeld feierlich gesendet.
Die Niederösterreicherin, geboren am 11. Oktober 1965, wuchs in Katzelsdorf bei Wiener Neustadt mit drei Geschwistern auf. Die Mutter, Hausfrau, sorgte sich in der Pfarre „um den Blumenschmuck und alles“. Der Vater, Gendarmerie-Postenkommandant, war bei der Fraktion Christlicher Gewerkschafter aktiv und ehrenamtlicher Mesner. Renate zog mit 18 Jahren „der Liebe wegen“ in die Steiermark. In einer Maler-Fachschule in Baden hatte sie Kurt Ruprechter kennen gelernt. Sie arbeitete im Malerei-Unternehmen seiner Familie mit. Er starb früh mit 38 Jahren. Renate führte den Betrieb klein weiter („Farben zum Verlieben“).
Nach dieser „schönen Zeit“ wechselte die geprüfte Buchhalterin zur Kirche. In Knittelfeld war sie pfarrlich unter anderem als geschäftsführende Vorsitzende des Wirtschaftsrates aktiv. In ihrer Firma habe sie „einfach angeschafft“, erzählt die Chorsängerin, die sich über drei Kinder und fünf Enkelkinder freut. Jetzt begeistere es sie, was Menschen in der offenen und wertschätzenden Atmosphäre eines Teams bewegen können.

Johann A. Bauer

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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