Steirerin mit Herz
Genoveva Feichter

Foto: Wolfgang Griesebner

Nachdem sie mit einer trauernden Frau einen Ausflug mit dem Auto auf eine Alm unternommen hat, bekennt Frau Genoveva Feichter: „So eine Freude. Ich habe die Frau, deren Mann nach 50 Jahren Ehe verstorben ist, ein bisschen herausgeholt aus Depression und Einsamkeit. Sie ist jetzt zuversichtlicher.“ Vevi absolvierte das Hospizgrundseminar und ist Mitglied im Hospizteam Gröbming. In der Pfarre war und ist sie auch aktiv, etwa längere Zeit als Pfarrgemeinderätin. Sie folgte ihrem Bruder nach, da der Pfarrer sie ermunterte: „Wenn du es nicht kannst, wer dann?“ Bereichernd erlebte sie, jeder könne einbringen, was er gut könne und gern tue.

Am Bauernhof ihrer Eltern in Mitterberg bei Gröbming wuchs Genoveva Feichter auf. Sie wurde 1968 geboren und hat einen erwachsenen Sohn. Nach der landwirtschaftlichen Fachschule und der Arbeit im Gastgewerbe ließ sie sich in Rottenmann zur Sozialbetreuerin für Altenarbeit ausbilden. Sie arbeitet beim Roten Kreuz in der mobilen Hauskrankenpflege. Für die Caritas ist sie als Haussammlerin unterwegs.

Die Dankbarkeit, wenn sie Sterbende begleite, sei unglaublich, erfährt Vevi, die gern kocht, bäckt und im Garten arbeitet. Manchmal zünde sie daheim ein Kerzerl an für einen Sterbenden, der kämpfe und nicht loslassen könne.

Johann A. Bauer

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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