Steiermark | SONNTAGSBLATT - Menschen & Meinungen

Beiträge zur Rubrik Menschen & Meinungen

Leserbriefe
Berufung verkannt

Zu Positionen „Bevorzugt“, Nr. 19 Im Sonntagsblatt Nr. 19 vom 16. Mai berichtet Karl Veitschegger über einen Wiener Innenstadtpfarrer … Ich hoffe nur, dass derartig abgehobene Seelsorger eine Ausnahme sind, denn sonst werden sich noch mehr Menschen von der Kirche entfernen. Anscheinend hat dieser Priester seine Berufung, „Diener im Sinne Jesu nach dessen Vorbild zu sein“, verkannt. Er müsste doch auch Matthäus 10,8, „umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“, kennen. Hermann Ploder,...

  • 19.05.21

Leserbriefe
Selbst entscheiden

Zum Leserbrief „Das Leben vollenden können“, Nr. 19 Wer verleiht Ihnen schlussendlich das Recht, über mich bestimmen zu wollen, wie und in welcher Form ich – im Falle des Falles – zu sterben habe? Bereitet es Ihnen, überspitzt formuliert, etwa Genugtuung, mir anstatt eines schnellen Dahinscheidens einen langen und qualvollen Todeskampf zu gönnen, um dieser Facette ihres Glaubens gerecht zu werden? Bin ich so entmündigt, nicht selbst darüber entscheiden zu dürfen? Gerry Ofner, Graz

  • 19.05.21

Leserbriefe
Sterbe„hilfe“

Zu „Viele Fragen offen“, Nr. 18, und zum Leserbrief „Das Leben vollenden“, Nr. 19 Im Leserbrief der Kreuzschwestern wurde die Gefahr der Einstufung als „unlebenswertes Leben“ aufgezeigt, was es schon einmal in der dunklen NS-Zeit gab. Heutzutage will man sich mit dem Altern, dem Abbau und der Vergänglichkeit des Menschen nicht mehr auseinandersetzen, auch krank darf man nicht mehr sein. Ewig jung, aktiv und gesund. Ich habe 14 Jahre lang meine pflegebedürftige Mutter betreut. Als sie starb,...

  • 19.05.21

Steirer mit Herz
Resi und Rudi Stocker

Die „besten Nachbarn, die man sich nur wünschen kann“: So werden Resi und Rudi Stocker in Sankt Peter ob Judenburg von Altpfarrer Florian Zach gerühmt, der weiterhin im Pfarrhof wohnt. Resi erlebte als Kind mit, wie noch Schafe und Schweine zum Pfarrhof gehörten, denn dessen Nachbarn waren auch schon ihre Eltern. Die Frau war selbstverständlich zur Stelle, als vor vielen Jahren der Pfarrer plötzlich ohne Haushälterin dastand. Resi übernahm alle Aufgaben der Erkrankten, vom Waschen und Putzen...

  • 19.05.21
Premium

Vorgestellt
Johann Karner, Regionalkoordinator

„Handfeste Arbeit“ schätzt der Priester Mag. Johann Karner, wenn er beim Pfarrhof Tauplitz, wo er meist an den Wochenenden wohnt, Holz für den Zusatzherd richtet oder den Garten mäht. Auf einem kleinen Bauernhof in Sulzbach in der Pfarre St. Margarethen an der Raab wuchs der Oststeirer auf. Seit 2019 arbeitet er oft die ersten Tage der Woche im Priesterseminar Linz, als Spiritual dort sowie für das gesamtösterreichische Vorbereitungsjahr „Propädeutikum“ von Menschen, die Priester werden wollen....

  • 12.05.21

Steirerin mit Herz
Franziska Grabner

Mit einem großen Mund lächeln ihre Figuren „von einem Ohr bis zum andern“. Die Augen modelliert sie geschlossen, als Striche. Bescheiden meint die Hobbykeramikerin Franziska Grabner aus St. Ruprecht an der Raab, dass sie „mit Gesichtern noch ein bisschen ein Problem“ habe. Manche Besucher dagegen empfinden gerade diese Einfachheit als geheimnisvoll, mystisch und fröhlich. Franziska Grabner gehört zu den vielen Kunsthandwerkerinnen, die sich vor dem Muttertag wieder wegen „Corona“ nicht an...

  • 12.05.21

Abschied
VinziWerke trauern um Gustl Eisner

August „Gustl“ Eisner, der sich seit 1992 in den VinziWerken engagierte und seit 1993 die Notschlafstellen für ArmutsmigrantInnen VinziNest und VinziSchutz ehrenamtlich leitete, ist am 2. Mai im 85. Lebensjahr verstorben. Gustl Eisner war nicht nur VinziNest-Leiter und Initiator vieler Projekte, sondern ein Mann mit viel Herz und Gefühl für die Ärmsten der Armen. Von vielen Gästen der Notschlafstellen wurde er liebevoll Papa oder „Herr Gusti“ genannt. Einige BewohnerInnen kannte er seit der...

  • 11.05.21

Leserbriefe
Besuch im Gotteshaus

Ein gefiederter Freund nutzte die Stunde des Kirche-Lüftens zu einem Besuch im Gotteshaus. Gastfreundlich hat der heilige Donatus seinen Arm zur Landung des kleinen Besuchers angeboten. In der kleinen, idyllisch gelegenen Dreifaltigkeitskirche am Gray nahe St. Veit in Kärnten hat Leser Günther Geieregger die Begegnung beobachtet. Günther Geieregger

  • 11.05.21

Leserbriefe
Das Leben vollenden können

Zum Thema „Suizidhilfe“, Nr. 17. Mit großem Interesse und Betroffenheit haben wir die Artikel zum Thema „Neuregelung der Suizidhilfe“ gelesen. Ein wahrhaft schweres, ja beklemmendes Thema. Gesetzliche Lockerungen könnten den Beginn eines Dammbruches bedeuten. Der Mensch bringt dem Mitmenschen den Tod. Welches Leben wird als lebenswert, welches als unlebenswert eingestuft? Diese Fragen wurden doch schon gestellt! Gar nicht so lange her. – Unheilbar Kranke, pflegebedürftige Alte, ein wenig unter...

  • 11.05.21

Vorgestellt
Gernot Schönlechner, Pastoralreferent

Alles, was er in ausgezogene Strudelteige – natürlich selbst gefertigte – füllen könne, bilde sein Lieblingsgericht, verrät der „leidenschaftliche Hobbykoch“ Gernot Schönlechner. Kochen und die Hausarbeit mit seiner Frau „völlig zu teilen“ bedeute aber mehr. Und er war auch der erste steirische Pastoralassistent, der die Väterkarenz in Anspruch nahm, für seine jetzt sechsjährige Tochter, und in Eltern-Teilzeit steht, während seine Frau voll arbeitet: „Wir versuchen zu leben, wie Familie und...

  • 05.05.21

Steirer mit Herz
Engelbert Schlager

Das tägliche Flascherl Gösser Bier – aus Genuss und Überzeugung – servierte ihm am 2. Mai Pfarrer Martin Waltersdorfer in der Kirche Leoben-Waasen. Ein weiteres Jubiläumsgeschenk für Engelbert („Bertl“) Schager, ein Plüschtier, sollte keine Kuh darstellen, sondern einen Dinosaurier: So eine lange Zeit wirkt Bertl schon als Mesner und vieles mehr an der Waasenkirche. Vor 70 Dienstjahren, am 1. Mai 1951, war er angestellt worden. „Pauli Bekehr“ habe er damals erlebt, erzählt er. Statt daheim im...

  • 05.05.21

Pfarrgemeinderatswahl 2022
Mut zum Experiment

Neues zulassen und nicht nur die Traditionen pflegen. Dritter Impuls beim PGR-Online-Kongress. Bei so manchem weiß man gar nicht mehr so genau, warum es so ist“, sagt der Wiener Pastoraltheologe Johann Pock beim dritten Teil des vierteiligen österreichweiten Online-Kongress der Pfarrgemeinderäte. Der aus der Steiermark stammende Theologe appellierte an die rund 300 Teilnehmenden, Traditionen und eingefahrene Vorstellungen loszulassen, damit Raum für Neues entstehen könne. Zwar gehörten...

  • 05.05.21

Runder Geburtstag
Luitgard Derschmidt: Frühere KAÖ-Präsidentin feierte 80er

Die ehemalige Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Luitgard Derschmidt, vollendete am 3. Mai ihr 80. Lebensjahr. Derschmidt, die von 2003 bis 2012 an der Spitze der größten Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich stand, ist nach wie vor in der Katholischen Aktion aktiv: Sie leitet das Forum Beziehung, Ehe und Familie der KAÖ und setzt sich dabei für eine zeit- und evangeliumsgemäße Ehe- und Familienpastoral ein. KAÖ-Präsident Leopold Wimmer: „Ich danke Luitgard...

  • 05.05.21

Leserbriefe
Betende Hände

Betende Hände hat Sonntagsblatt-Leserin Gabriele Egger aus Rottenmann beim Spazierengehen entdeckt. Und überlegt: Es könnten aber auch Füße sein … Das mag sie zu den Muttertagsgedanken unten inspiriert haben: Mit Händen und Füßen und ganzem Herzen dem „mütterlichen Geist Gottes“ danken. Mütterlicher Geist Kein Mensch kann sich aussuchen, welcher Mutter Kind, welcher Eltern Kind er ist. Doch bereits im Heranwachsen und ganz gewiss später im Erwachsenenalter kann sich jeder Einzelne bewusst...

  • 05.05.21

Leserbriefe
Vielerlei Armut

Zu „Reichtum versus Armut“, Nr. 17. Die substanzielle Armut, also Obdachlosigkeit, Hunger, keine Kleidung zu haben, ist bei uns in Österreich weitgehend abgedeckt. Trotzdem gibt es nach wie vor einige auch davon Betroffene: mitunter psychisch Kranke oder Personen, welche mit unserem Gesellschaftssystem nicht zurechtkommen. Aus meiner Sicht wesentlich, jedoch kaum diskutiert: systemische Mängel! Wir haben zwar ein Sozialsystem, das grundsätzlich greift. Es greift jedoch nicht immer sofort. So...

  • 05.05.21

Vorgestellt
P. Ephrem Murad, syrisch-katholisch

„Das ist die Berufung, die kommt von Gott“, legt der im Irak geborene P. Mag. Ephrem (Thakar Asaad) Murad dar, warum er Mönch und Priester geworden ist. Schon als Kind habe er diesen Wunsch gespürt, in der Kirche zu arbeiten. Er wurde in der syrisch-katholischen Kirche getauft. In der ganzen Welt hat diese kleine Kirche ca. 200.000 Mitglieder. Ihr Patriarch Joseph III. Younan, der im Libanon residiert, hat jetzt P. Ephrem Murad beauftragt, in Österreich und in der Schweiz eine...

  • 28.04.21

Steirerin mit Herz
Apollonia Freidinger

Pünktlich jeden Donnerstag bringt Apollonia Freidinger aus Lichtenberg bei Gnas in der Oststeiermark das Sonntagsblatt zu Fuß zu den Nachbarn und Nachbarinnen. Apollonia Freidinger übt diesen unentgeltlichen Dienst schon seit Jahrzehnten aus. Meist legt sie das Blatt fast unbemerkt in das Zeitungsfach. Manchmal hat man Gelegenheit, ein paar Worte mit der schlichten und freundlichen Frau zu wechseln. Mittlerweile steht Apollonia Freidinger im 80. Lebensjahr. Nicht nur aus diesem Anlass sagen die...

  • 28.04.21

Leserbriefe
Leise flüstert die Seele

„Mein Seelenbuch und ein Mutmacher“ nennt Heidemarie Ithaler-Muster ihr neues Buch „Leise flüstert die Seele“. Behutsam fasst sie darin Eindrücke und Erfahrungen in Worte und stellt den Texten ihre Fotografien zur Seite. – Es ist erhältlich: unter Tel. 0699/11 93 16 17, heidemarie-ithaler@gmx.at – Siehe auch Seite 23.

  • 28.04.21

Leserbriefe
Das Leben bejahen

Zu „Mutworte“ in Nr. 13.  Herzlich danke ich für die Mutworte von Christa Kokol in der Ausgabe vom 4. April. Christa Kokol bezieht sich auf das Buch „GOTT“ von Ferdinand von Schirach. Argumente für und gegen die Hilfe beim Suizid werden in diesem Buch in Form eines Theaterstückes abgehandelt. In den Mutworten finden sich sehr bedeutsame und klare Sätze, drei davon möchte ich besonders unterstreichen: „Wenn das Leben einen Sinn hat, dann in jeder Phase des Seins – auch in Leid, Schuld und Tod....

  • 28.04.21

Leserbriefe
Danke

Zu „Klimaquiz“, im Rahmen der Sonntagsblatt-Fastenzeit-Serie mit dem Haus der Frauen Ich möchte mich bedanken für den besonderen Preis (Haus der Frauen). Freue mich sehr! War auch sehr überrascht. Werde die Zeit genießen. Danke! Angelika Klaminger, Thannhausen Ich habe beim Klima-Quiz teilgenommen, und siehe da: einen wertvollen Preis gewonnen. Meine Freude ist sehr groß, und ich möchte mich für diesen wunderbaren Gewinn auf das Herzlichste bedanken. Ich freue mich heute schon, wenn ich den...

  • 28.04.21

Sonntagsblatt+plus | KONTRAPUNKTE
Muss man "verbrennen"?

Vielen Menschen fehlt es derzeit an Energie. Ein Politiker zieht sich zurück und sagt, er wolle sich in seiner Aufgabe nicht kaputtmachen. Die Arbeitswelt ist schnelllebiger und fordernder geworden, sagen Arbeitsmediziner. Wie umgehen mit den gestiegenen Erwartungen? Sich abgrenzen Seit 2019 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) „Burn-out“ als Krankheit anerkannt. Dabei sehen die Gesundheitsexperten mehrere Dimensionen der Krankheit: ein Gefühl von Erschöpfung („Ausgebranntsein“), eine...

  • 21.04.21

Vorgestellt
Gerlinde Uhl, Personalabteilung

„Wohlfühlbücher“ liest sie gern; in der Buchhandlung schaut sie stets, ob Paulo Coelho „etwas Neues hat“. Sie mag auch Bewegung in der Natur, aber als Erstes gesteht Mag. Gerlinde Uhl, die seit Mai 2020 die Personalabteilung der Diözese leitet: „Ich bin wirklich langweilig, mein Hobby ist Arbeiten.“ Um Stress zu vermeiden, setzt sie sich gelegentlich in der Freizeit an den Computer, aber „das verrate ich jetzt eh nicht“. Glücklich fühlt sich Gerlinde Uhl, weil sie „ihren Lebens­traum...

  • 21.04.21

Steirerin mit Herz
Hanna Müller

Kinder seien „halt auch nicht immer einfach und machen nicht immer das, was man will“, erfährt die Maturantin Hanna Müller aus Bruck an der Mur. So ist sie froh, dass im „Freiwilligen Sozialen Jahr“ auch Einsätze in Schulen bereitstehen, nicht nur etwa mit behinderten oder pflegebedürftigen und alten Menschen. Hanna leistet bis Juli ihr Freiwilliges Soziales Jahr an der Volksschule der „Grazer Schulschwes­tern“ in Eggenberg, vormittags und speziell in der Nachmittagsbetreuung. Geboren am 17....

  • 21.04.21

Leserbriefe
Jesus und die guten Hirten

Ein Seelsorger, der ruhig schlafen kann, bevor das letzte Mitglied seiner Gemeinde seinen Platz hat, ist kein guter Hirt. Nicht den Platz in einem Gehege, sondern in der Gemeinschaft. Und nicht Seelsorge mit den Angestellten an den Gläubigen, sondern mit den Gläubigen. Hermann Trunk, Bad Gleichenberg

  • 21.04.21

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