Offen gesagt - Edith Wieser
Zeichen der Wertschätzung
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In den Medien wurden Pläne aus den FPÖ-ÖVP-Koalitionsverhandlungen bekannt, die steuerliche Absetzbarkeit von Kirchenbeiträgen und Spenden aufzuheben. Wie betrifft das die Katholische Kirche?
Der angedachte Wegfall der Absetzbarkeit von Kirchenbeiträgen und Spenden wäre vor allem für uns als Katholische Kirche ein Zeichen dafür, dass man der Kirche als solidarischer Wertegemeinschaft schaden möchte. Betroffen von möglichen Änderungen wären im Bereich der Katholischen Kirche österreichweit 3,1 Millionen Kirchenbeitragszahlende.
Die Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags ist momentan bis zum Betrag von 600 Euro möglich und bedeutet, dass Beitragszahlende weniger Steuern zahlen müssen oder eine Steuergutschrift erhalten. Wir verstehen diese Möglichkeit als Zeichen der Wertschätzung dafür, was die Katholische Kirche für die Menschen in diesem Land leistet. Gleichzeitig ist der Kirchenbeitrag die finanzielle Grundlage für ihre vielfältigen Aufgaben, Angebote und Leistungen. Können wir als Kirche zukünftig Einrichtungen und Begegnungsorte nicht erhalten, schadet dies auch der Wirtschaft, und Arbeitsplätze gehen verloren. Außerdem ist für viele BeitragszahlerInnen die Absetzbarkeit ihres Kirchenbeitrages ein Anreiz, Mitglied der Katholischen Kirche zu bleiben.
Edith Wieser leitet die Kirchenbeitragsorganisation der Katholischen Kirche Steiermark.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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