Aus meiner Sicht - Alfred Jokesch
Regimewechsel
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Die weltpolitischen Erschütterungen dieser Tage bringen nicht nur unsägliches Leid über Millionen von Menschen, sondern wirken sehr konkret in unser aller tägliches Leben hinein. Mit Erschütterungen konfrontiert uns auch die nun beginnende Karwoche, wenn wir uns existenziell darauf einlassen, woran wir an Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und zu Ostern denken.
Ich sehe darin den entscheidenden Kreuzungspunkt der Menschheitsgeschichte. Jesus zeigt auf, was einen Regimewechsel in der Welt bewirken kann. Der kommt nicht, indem man unliebsame Machthaber, Ayatollahs oder Despoten wegbombt. Ein solcher Krieg ist nicht zu gewinnen, Gewalt löst niemals Krisen. Ein echter Regimewechsel geschieht, wenn das Bekämpfen des Feindes abgelöst wird durch liebendes Annehmen und angstfreien Gewaltverzicht, wenn ich ihm zeige: Du bist nicht mein Feind. Jesus setzt nicht auf die Macht des Stärkeren, sondern auf die erlösende Kraft der Liebe.
Kein Regimewechsel, sondern eine bereichernde Ergänzung findet diesmal auf Seite 22 statt. Maria Ladenhauf, Pastoralreferentin und Krankenhausseelsorgerin in Graz, ist als Co-Kommentatorin der Schriftlesungen eingestiegen. Sie wird nun alle vier Wochen die Kolumne „Bibel & Leben“ verfassen.
Alfred Jokesch, Geistlicher Assistent
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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