Aus meiner Sicht - Alfred Jokesch
Online oder Offline?
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In unserer Redaktionssitzung tauchte neulich ein Begriff auf, der im gesprochenen Wort unterschiedlich verstanden werden kann. Ging es um „Online Fasten“ oder um „Onlinefasten“? Erstes würde bedeuten, das Internet oder das Smartphone heranzuziehen, um mich in meinen Fastenvorsätzen zu unterstützen. Zweites hieße, dass mein Fastenopfer darin besteht, auf Online-Medien zu verzichten und eine Zeit lang offline zu bleiben.
Sowohl das eine wie auch das andere hat seine Vorzüge. Natürlich finde ich online viele Anregungen für eine gedeihliche Gestaltung der Fastenzeit. Solche finden Sie auch in dieser Ausgabe des Sonntagsblatts – sowohl in der gedruckten Analogversion auf Papier als auch in digitaler Form am Bildschirm.
Ich begegne online aber auch ständig der Versuchung, mich zu verzetteln und von einem Beitrag zum nächsten weiter zu klicken oder zu wischen. Social Media haben ein hohes Suchtpotenzial und schnell ertappt man sich dabei, wie man viel Zeit mit stumpfsinnigen Trivialitäten vergeudet.
Fasten möchte uns frei machen. Daher kann der Verzicht auf Online-Medien uns aus Abhängigkeiten lösen. Jesus hatte dieses konkrete Problem nicht. Aber auch er ist zum Fasten in die Wüste gegangen, wo er von allem absolut Offline war.
Alfred Jokesch, Geistlicher Assistent
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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