Offen gesagt - Brigitte Kroutil-Krenn
Nachhaltig investieren
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Macht Nachhaltigkeit satt?
Die Caritas Steiermark initiiert in Burundi und im Südsudan ökologisch nachhaltige Projekte, immer im Hinblick auf Armutsbekämpfung. Brigitte Kroutil-Krenn, Leiterin der Auslandshilfe, sieht hier einen wichtigen Hebel der Ernährungssicherheit:
Erosionsschutz und Aufforstung, Anbau vergessener Kulturpflanzen und Errichtung von PV-Anlagen, Landwirtschaftstrainings – das sind tatsächlich Projekte der Caritas in Afrika. Denn Nachhaltigkeit und Armutsbekämpfung sind untrennbar verbunden.
Der Klimawandel macht sich auch in unseren Projektländern Burundi und Südsudan besonders rasch bemerkbar. Regen bleibt aus oder kommt in intensiven, schweren Niederschlägen, die Überschwemmungen und Erdrutsche verursachen. Das vernichtet die Ernte und verschärft die Ernährungssituation der Menschen. Diese ist ohnehin nach jahrzehntelanger Misswirtschaft infolge gewalttätiger Machtkämpfe gefährdet; Hunderttausende mussten fliehen und ihre Heimat verlassen.
Alte Kulturpflanzen wieder anzusiedeln oder der Bodenerosion vorzubeugen hilft, bessere Ernteerträge zu erzielen. Eine mit Solarenergie betriebene Trocknungsanlage für Früchte und Gemüse sorgt dafür, dass diese länger haltbar bleiben. Denn Ernährungssicherheit, der Zugang zu sauberem Wasser, Gesundheit – all diese Ziele sind nicht erreichbar, ohne in Nachhaltigkeit zu investieren.
Brigitte Kroutil-Krenn leitet die Auslandshilfe der Caritas Steiermark.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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