Offen gesagt - Sr. Magda Schmidt
Hoffnungsträger
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Was inspiriert Sie am hl. Franz von Assisi?
Er hat als Einzelner seine persönliche Berufung konsequent gelebt. Welche Bewegung ist in die Kirche gekommen, bis heute!
Drei Berufungserfahrungen haben sein Leben geprägt:
1. Im geringsten Menschen, einem Aussätzigen, hat er Gott entdeckt.
2. Im Gebet vor dem Kreuzbild erhielt er den Auftrag, die Kirche aufzubauen.
3. Beim Hören des Evangeliums von der Aussendung der Jünger erfuhr er die Lebensform: durch die Welt ziehen und die Botschaft der bedingungslosen Liebe Gottes als „Minderbrüder“ zu verkünden und erfahrbar zu machen. Für ihn gab es keine Hierarchie – nur Brüder und Schwestern. Eine neue Form von Orden entstand: Die Welt ist unser Kloster, der Heilige Geist der Generalminister. Franz von Assisi hat die Kirche seiner Zeit nicht verurteilend polemisch kritisiert, sondern durch seine alternative Lebenspraxis. Zur Zeit der Kreuzzüge hat er sein Leben riskiert, um mit dem Sultan im Gespräch zu vermitteln. Er hat gezeigt, dass wirklicher Friede nur mit Respekt und gewaltfrei entstehen kann. So lautete sein Gruß: Pace e Bene – Ich wünsche dir Friede und Gutes.
Seine geschwisterliche Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung ist heute aktueller denn je. Geschwister gehen achtsam und schützend miteinander um. Franziskus, steh auf in uns – als Licht- und Hoffnungsträger für die Welt von heute!
Sr. Magda Schmidt gehört dem Orden der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis, auch: Grazer Schulschwestern, an.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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