Kirche Steiermark
Weg der Hoffnung

Eine besondere Karfreitagsprozession leitete Diakon Bernhard Pletz heuer von Graz-Eggenberg zum Thalersee. | Foto: Pletz
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Karfreitagsprozession mit Seligpreisungen für den Alltag.

Die Trauergruppe der Stadtkirche Graz und die Pfarre Thal luden zu einer besonderen Karfreitagsprozession von Graz-Eggenberg über den Plabutsch nach Thal ein. Es war der Versuch, die Polarität des Lebens an diesem vom Leiden Jesu geprägten Tag erfahrbar zu machen: die Vergänglichkeit ebenso wie Momente der Lebensfreude und Hoffnung.

An sechs Stationen wurden dem Leiden Jesu und der Welt Statements der Teilnehmenden über ihr Erleben von Hoffnung gegenübergestellt. Bereits die Orte symbolisierten diese Verbindung: der Plabutschtunnel als Grab, ein Steinbruch als Ort der Verletzung, der Sattel als Übergang und der Thalersee als Ort der Begegnung mit neuem Leben.
Als „Gegentext“ zur Passion dienten die den Kleinen Schwestern von Paris zugeschriebenen „Seligpreisungen für den Alltag“. Wie könnte etwa ein Hoffnungsgedanke angesichts geopolitischer Konflikte und Fluchtbewegungen lauten, die an das Ausgeliefertsein Jesu erinnern? „Selig, die zuhören und schweigen können“ oder: „Selig, die lächeln können, selbst wenn man ihnen das Wort abschneidet.“

Es mag naiv klingen, dem Klimawandel oder sozialer Entfremdung – die dem Verlassensein Jesu am Kreuz ähnelt – mit Sätzen wie „Selig, die über sich selber lachen können“ zu begegnen. Doch die Erfahrung der Teilnehmenden zeigte: Es tut gut, dem komplexen Schrecken einfache Seligpreisungen wie einen Protest entgegenzuhalten. Oft braucht es einen Zuspruch wie „Selig, die fähig sind, sich auszuruhen, ohne Entschuldigungen zu suchen“, um soziale Polarisierung oder Vertrauenskrisen zu ertragen. Dem Sinnverlust vieler kann vielleicht nur mit „Selig, die Gott in allen Wesen erkennen“ begegnet werden.

Der Thalersee konnte als Ort der Erinnerung an den Auferstandenen erlebt werden. Ein einfaches Lächeln machte Auferstehungshoffnung im Alltag begreifbar. Das gemeinsame Gehen und Bedenken wurde zur erlebten Antwort Gottes auf das Leid. Die Teilnehmenden nahmen den Glauben an die Auferstehung als Anregung mit, ihre persönlichen Seligpreisungen nun im Alltag zu leben.

Bernhard Pletz

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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