Kirche Steiermark
Samariter der Zukunft

Bei der Einführung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder demonstrierte der „Da-Vinci-Roboter“ sein Können an einem Granatapfel. | Foto: Gerd Neuhold
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  • Bei der Einführung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder demonstrierte der „Da-Vinci-Roboter“ sein Können an einem Granatapfel.
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Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz hat einen neuen „Mitarbeiter“. Am 7. März nahm das Ordensspital als erstes in der Region das hochmoderne chirurgische Assistenzsystem „Da Vinci“ in Betrieb. Zur offiziellen Einführung des innovativen Systems begrüßte das Krankenhaus Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl und Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl.

„Mit dem neuen OP-Roboter im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz kommen die SteirerInnen rascher zum Termin und schneller zur Behandlung“, sagte Kornhäusl. Das robotergestützte System ermöglicht Eingriffe mit kleinen Schnitten und hoher Präzision. Nicht nur für die ÄrztInnen sei das von Vorteil, auch für die PatientInnen bringt der Roboter große Vorteile: kleinere Operationsnarben, eine geringere Notwendigkeit für Schmerzmittel und eine deutlich schnellere Erholung. Kornhäusl betonte, wie wichtig Investitionen in innovative Lösungen seien – zum Wohl der PatientInnen sowie des medizinischen Personals.

Das erste Testobjekt des „Da Vinci“-Systems war nicht etwa ein menschlicher Patient, sondern ein Granatapfel – das Symbol der Barmherzigen Brüder. Äußerst präzise holte der Roboter, gesteuert vom Medizinteam des Krankenhauses, einige der roten Kerne aus der Frucht. Künftig sollen mit dem System Bauch- und Darmoperationen sowie gynäkologische Eingriffe durchgeführt werden.

„Die katholische Kirche versteht sich seit Anbeginn als eine Institution, die den Menschen helfen und die Menschheit weiterbringen will – beim Seelenheil, in der Bildung, bei der Kultur und in der Gesundheit“, sagte der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl. Er segnete das „Da-Vinci“-Operationssystem nach seiner Demonstration und sprach die Hoffnung aus, dass es „ein Segen für PatientInnen und ÄrztInnen“ sein möge.
Im Gottesdienst, der auf die Segnung des Roboters folgte, griff Bischof Krautwaschl das Gleichnis vom barmherzigen Samariter auf und zeichnete ein Bild des gelebten Glaubens: Nicht distanziertes Beobachten, nicht vorbeigehen, sondern ein Schritt in Liebe auf den Nächsten zu. Mit einem „Vergelt’s Gott!“ dankte er allen, die im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder arbeiten, für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienst am Menschen.

Barmherzige Brüder
Seit 1615 gibt es das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz. Heuer feiern sie also ihr 410-jähriges Jubiläum. Nach dem Motto „Gutes tun und es gut tun“ setzen sich 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zentrum von Graz für das Wohlergehen der PatientInnen ein. Dieses Leitmotiv stammt vom Gründer der Barmherzigen Brüder, Johannes von Gott – ursprünglich ein spanischer Buchhändler, der sein Leben den Kranken und der Krankenpflege widmete. Sein Gedenktag ist der 8. März.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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