Umweltpreis der Diözese
Orte des Lebens

Preisträger aus Festenburg und Stainz

Der Umweltpreis Graz-Seckau. Hauptpreise gehen nach Stainz und Festenburg.

Für ihre „Friedhöfe als Orte des Lebens“ sind die Pfarren Stainz (Kategorie größere Friedhöfe) und Festenburg (Kategorie kleinere Friedhöfe) Hauptpreisträger beim diesjährigen Umweltpreis der Diözese Graz-Seckau. Weitere Preisträger finden sich in den Pfarren Fehring-Hatzendorf, Greith, Hartberg (Friedhof und Friedenswiese), Rein, Waldbach und Weiz. Alle dürfen sich mit einem Um-weltpreis 2019 schmücken. Die prämierten Friedhöfe bieten eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren, bei mehreren findet man Bienenstöcke oder Vogelhäuschen und durchwegs großzügige Grünflächen. Mülltrennung, ein Verbot von Düngern und Un-krautvernichtungsmitteln oder nachhaltige Grabkerzen sind quasi selbstverständlich.

Für Graz Mariä-Himmelfahrt bei den Franziskanern gab es einen Sonderpreis für Friedhofskultur. Die Pfarren Fehring und Rein bekamen eine Zusatzauszeichnung für das ehrenamtliche Engagement in der Friedhofsbetreuung. Die Pfarren Kirchbach, Peggau (evangelisch), Fernitz und Graz-Christkönig wurden mit Spezialpreisen im Sinne von „Wir RADLn in die Kirche“ ausgezeichnet.
„Alle diese Pfarren versuchen, in den Bereichen Artenvielfalt, Kerzen, Chemie, Müll und auch Pastoral Akzente zu setzen, und dafür gebührt ihnen großer Respekt“, freut sich Hemma Opis-Pieber, die Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau, über das Umweltengagement in den steirischen Pfarren.

Ein „Friedhof als Ort des Lebens“ werde wahr, wenn vielfältige und bienenfreundliche Blumen und Pflanzen giftfrei wachsen dürfen, wenn Bäume Schatten spenden und Menschen gepflegte Ruheplätze vorfinden, wenn Plastik und Müll vermieden werden, wenn einheimische Natursteine bewusst ausgewählt seien und der Friedhof den Charakter eines Gartens erhalte.

Sucht man nach dem, was uns Friedhöfe bedeuten, kommt uns „Ort des Lebens“ eher nicht als Erstes in den Sinn. „Friedhofsruhe ist doch zuerst einmal Totenruhe“, bemerkte Bischofsvikar Heinrich Schnuderl bei der Preisverleihung am 27. November im Barocksaal des Grazer Priesterseminars. Dass es ganz anders sein kann, zeige der Umweltpreis 2019 der Katholischen Kirche Steiermark. Da wurde der Friedhof ökologisch betrachtet. Und aus dieser Sicht ist jeder Friedhof voller Leben – einmal abgesehen von den Besucherinnen und Besuchern. „Wir haben die Pflicht, Friedhöfe würdig, unserer menschlichen Kultur gemäß und schöpfungsgemäß zu gestalten.“ Schließlich verweisen Friedhöfe auf die Auferstehung und das ewige Leben.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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