Kirche Steiermark
„Oberste“ Dienerin

Diese „Grazer Schulschwestern“ wurden am 9. August 2025 in die Leitung der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis gewählt (v. l. n. r.): Sr. Anna Rautar, Sr. Celina Kaminari, Sr. Loreta Lekaj (Generaloberin), Sr. Hanë Rushaj (Generalvikarin) und Sr. Magda Schmidt. Nicht im Bild: Rätin Sr. Marta Žalik. | Foto: privat
  • Diese „Grazer Schulschwestern“ wurden am 9. August 2025 in die Leitung der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis gewählt (v. l. n. r.): Sr. Anna Rautar, Sr. Celina Kaminari, Sr. Loreta Lekaj (Generaloberin), Sr. Hanë Rushaj (Generalvikarin) und Sr. Magda Schmidt. Nicht im Bild: Rätin Sr. Marta Žalik.
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Grazer Schulschwestern wählten neue Generaloberin.

Die Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis (v. d. U. E.), haben eine neue Generaloberin. Am 9. August 2025 wurde Sr. Loreta Lekaj FIC während ihres Generalkapitels an die Spitze der Kongregation gewählt. Dies teilten die Ordensgemeinschaften Österreich am 12. August mit.
Sr. Loreta (siehe linke Spalte, „Vorgestellt“) war zuvor als Generalvikarin in der Generalleitung tätig. Als Generaloberin folgt sie Sr. Petra Rosenberger nach. Die gebürtige Kosovo-Albanerin stammt aus der Provinz Montenegro und ist damit die erste Generaloberin, die nicht aus der österreichischen Provinz der Franziskanerinnen v. d. U. E. kommt.
Die mehr als 260 Schwestern umfassende Kongregation wurde vor 182 Jahren in Graz von Antonia Maria Lampel (1807–1851) gegründet und widmet sich vor allem der Bildung Jugendlicher. Der Beruf der Lehrerin und Erzieherin sei schwierig, deshalb sei eine Vereinigung notwendig, schrieb Lampel im Gründungsbrief. „Durch die Vereinigung haben die Lehrerinnen die beste Gelegenheit, im Unterrichts- und Erziehungswesen sich weiterzubilden, ihre Kenntnisse zu vervollkommnen, ihre Erfahrungen durch gegenseitige Mitteilungen zu bereichern.“

Dem Ursprung treu. Am 29. September 1843 wurden die ersten sechs Lehrerinnen als Schulschwestern eingeführt. Um in Schulen und Kindergärten zu unterrichten, zogen Schwestern in mehrere Orte in der Steiermark. Heute wirken sie nicht nur in der Bildung, sondern auch im Krankendienst, in der Gästebeherbergung und in verschiedenen pastoralen Diensten.
Die „Grazer Schulschwestern“, wie die Kongregation der Franziskanerinnen v. d. U. E. auch genannt wird, orientieren sich am Leben des hl. Franziskus von Assisi – gemäß dem Leitsatz: „Gemeinsam Größeres tun in Treue zum Ursprung“. Niederlassungen gibt es weltweit, u. a. in Österreich (aktuell 49 Schwestern), Slowenien, Brasilien, Südafrika, Elfenbeinküste, Frankreich, Montenegro, Albanien und Kosovo.

Anna Maria Steiner

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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