Heinrich Dalla Rosa
Innerlich froh
- Das offene und fröhliche Wesen des aus Lana in Südtirol stammenden Pfarrers Heinrich Dalla Rosa wurde in St. Georgen in Obdachegg überaus geschätzt.
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Vor 80 Jahren, am 24. Jänner 1945, wurde der Priester Heinrich Dalla Rosa von Nazis ermordet.
Christus siegt!“ – diese letzten überlieferten Worte des aus Lana in Südtirol stammenden Pfarrers Heinrich Dalla Rosa hallen noch in vielen Herzen nach. Vor 80 Jahren, am 24. Jänner 1945, wurde der 35-jährige Seelsorger von den Nationalsozialisten auf dem Schafott enthauptet. Bis zu seiner Ermordung stand Dalla Rosa felsenfest zu seinen Überzeugungen und zu seinem Glauben.
Der am 16. Februar 1909 in Lana geborene Heinrich Dalla Rosa zog mit seiner Mutter und zwei Geschwistern zunächst in die Nähe von Graz und dann in Heinrichs spätere Primizpfarre Burgau. Dalla Rosa studierte von 1930 bis 1935 Theologie in Graz und wurde am 14. Juli 1935 im Grazer Dom zum Priester geweiht.
Anschließend wirkte Dalla Rosa als Kaplan in verschiedenen steirischen Pfarren. 1939 übernahm er schließlich als Pfarrer die Seelsorge in der obersteirischen Pfarre St. Georgen in Obdachegg. Dort baute er mit Gitarre, Harmonium und seiner musikalischen Begabung eine lebendige Gemeinschaft auf, die sich in der Zeit des Naziterrors zusammenfand, um sich gegenseitig Trost und Hoffnung zu spenden.
Am 23. August 1944 wurde der junge Pfarrer von der Gestapo verhaftet und wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt. Der 35-Jährige soll „Zweifel an einem guten Ausgang des Krieges“ geäußert haben. Bei einem seelsorglichen Besuch bei einer hochschwangeren Lehrersgattin ersuchte er diese, ihr Mann, damals Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), „möge seine Arbeit in der Partei aufgeben“. Dies wurde ihm zum Verhängnis.
Dalla Rosa nahm sein Todesurteil gefasst an, wie er in einem seiner letzten Briefe an seine Familie schrieb. „Nichts Weltliches, nichts Gehässiges bedrückt mein Gemüt, ich bin innerlich froh, als Zeuge Christi befunden zu sein“, so seine Worte im Angesicht des Todes. Am 24. Jänner 1945, wenige Monate vor dem Ende des NS-Regimes, wurde Heinrich Dalla Rosa in Wien auf dem Schafott enthauptet.
Im Frühjahr 1946 wurden seine sterblichen Überreste am Zentralfriedhof in Wien exhumiert, nach St. Georgen in Obdachegg überführt und dort unter großer Anteilnahme beigesetzt.
Biografisches
Heinrich Dalla Rosa wurde am 16. Februar 1909 im damaligen Plateiderhaus in Lana in Südtirol geboren. 1916 Umzug in die Steiermark. Theologiestudium in Graz. Priesterweihe am 14. Juli 1935 im Grazer Dom. Kaplan in Paldau, Allerheiligen im Mürztal und Hieflau. Ab 1939 Pfarrer in St. Georgen in Obdachegg. Verhaftung am 23. August wegen „Wehrkraftzersetzung“. Enthauptung am 24. Jänner 1945 in Wien. Überführung der sterblichen Überreste nach St. Georgen in Obdachegg im Frühjahr 1946.
Florian Mair
Erstmals erschienen in Dolomiten, Tagblatt der Südtiroler (24.1.25), gekürzt.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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