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Erzbischof Wölki: Kein Rücktritt

Ein Gutachten über den Umgang mit Missbrauchsfällen in der Erzdiözese Köln wurde nach monatelanger Debatte vorgestellt.
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Erzdiözese Köln. Missbrauchsgutachten legt Pflichtverletzungen offen.

Nach der Vorstellung des Missbrauchsgutachtens für die Erzdiözese Köln lehnt der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Wölki einen Rücktritt ab. Obwohl ihm das Gutachten kein Fehlverhalten nachwies, gesteht er aber ein, nicht immer alles Menschenmögliche getan zu haben. So habe er einen Fall nicht nach Rom gemeldet und hätte einen anderen beschuldigten Geistlichen früher suspendieren müssen. Jedem der im Gutachten genannten 300 Betroffenen von sexuellem Missbrauch bot Wölki ein persönliches Gespräch an.

Das am 18. März veröffentlichte Gutachten zeigt auf, wie Diözesanverantwortliche mit Fällen sexualisierter Gewalt durch Priester und andere Kirchenvertreter umgingen. Es hält 75 Pflichtverletzungen durch acht Amtsträger fest. Zu den der „Vertuschung“ Beschuldigten zählen auch der jetzige Hamburger Erzbischof Stefan Heße und der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, die dem Papst ihren Rücktritt angeboten haben, sowie der verstorbene Kardinal Joachim Meisner.

Im Gutachten wurden 254 Verdachtsfälle zwischen 1975 und 2018 ausgewertet. Genannt wurden 314 Betroffene von 202 beschuldigten Kirchenvertretern, darunter 127 Priestern. Es habe bei den Verantwortlichen viel Chaos, subjektiv empfundene Unzuständigkeit und Missverständnisse gegeben.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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