29. Sonntag im Jahreskreis | 18. Oktober 2026
Kommentar - Bibel und Leben
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Gehört Gott in die Politik?
Wenn jemand im Bereich der Politik mit Zitaten, Bildern oder Verheißungen aus der Bibel um sich wirft, dann ist Vorsicht angesagt. Natürlich sind die Botschaft des Evangeliums und das Beispiel Jesu für uns Christen maßgeblich dafür, wie wir unsere Welt gestalten. Der Glaube findet nicht in einem abgeschiedenen Hinterzimmer oder einer reinen Innerlichkeit statt, sondern soll in alle Regionen des Lebens hineinwirken. Doch Jesus verweigert sich sehr entschieden, wenn jemand versucht, ihn für seine politischen Ziele zu instrumentalisieren.
Genau darauf haben es die Pharisäer abgesehen, die versuchen, Jesus ein Statement zu entlocken, das sie für ihre Interessen nützen können. Sie umschmeicheln ihn, bevor sie ihre Fangfrage stellen. Doch Jesus befreit sich eindrucksvoll aus der Zwickmühle. Statt sich mit einer aalglatten Antwort herauszuwinden, deckt er als erstes die Absichten der Fragesteller auf. So bewahrheiten sich ungewollt deren verlogene Komplimente.
Schließlich legt er sehr klar seine Position dar: Zwischen Kaiser und Gott, Politik und Religion ist klar zu unterscheiden. Gott ist kein politischer Spielball und lässt sich nicht vereinnahmen. Er ist überparteilich.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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