Gottesdienste
Die nächste Phase

Mit 15. Mai soll ein erster Schritt für wieder gemeinsame Gottesdienste erfolgen, erklärten bei einer Pressekonferenz Ministerin Raab und Kardinal Schönborn.
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Ab 15. Mai gibt es eine erste Lockerung für gemeinsame Gottesdienste. Voraussetzungen dafür wurden aufgestellt, nähere Richtlinien werden noch folgen.

Ab 15. Mai soll ein erster Schritt gesetzt werden auf dem Weg zur Wiederaufnahme der gemeinsamen Gottesdienste in unseren Kirchen. Dazu präsentierten bei einer Pressekonferenz am 23. April die zuständige Kultusministerin Susanne Raab und Kardinal Christoph Schönborn Kriterien, die ab diesem Zeitpunkt für Gottesdienste in geschlossenen Räumen gelten. Ihre praktische Umsetzung braucht freilich noch genauere Vorgaben, über die derzeit österreichweit und auch in der steirischen Diözese beraten wird. Wichtig ist, sich immer in der jeweiligen Pfarre zu informieren, wie das gottesdienstliche Feiern ab diesem Stichtag gestaltet wird.
Die Maßnahmen, die zunächst zwischen der Bundesregierung und 16 staatlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften festgelegt wurden, umfassen einige Eckpunkte:
– Die Zahl der Mitfeiernden ist beschränkt durch 20 Quadratmeter Fläche pro Person.
– Zwischen Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten.
– Personen ab 6 Jahren haben einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
– Kontaktflächen sind zu desinfizieren.

Diese Vorgaben bedürfen noch einer Präzisierung für ihre praktische Durchführung. „Es wird sicherlich noch eine Weile dauern bis zu einem vollen kirchlichen und religiösen Leben, wie wir es kennen“, erklärte auch Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz. Er verwies darauf, dass neben dem gemeinsamen Gottesdienst auch vieles andere zu dem gehört, was Christsein ausmacht: etwa die vielen familiären und nachbarschaftlichen Formen des Glaubenslebens, das Gebet und die gottesdienstliche Feier zu Hause. Vor allem würden wir zur Bewältigung der Coronakrise noch viel Solidarität brauchen, und die vielen in Not geratenen Menschen, bei uns und in anderen Ländern, müssten im Blick bleiben. „Wir erleben sehr stark, dass die Menschheit eine Familie ist, und in dieser Menschheitsfamilie müssen wir zusammenstehen.“

Ministerin Raab zeigte Verständnis dafür, dass den Gläubigen die gemeinsame Feier der Gottesdienste fehlt, denn der Glaube gebe gerade in schwierigen Zeiten Halt und Kraft. „Ich möchte mich bei allen Gläubigen, egal welcher Glaubensgemeinschaft, für die Geduld und das Durchhalten bedanken“, sagte Raab und dankte den Vertretern der Glaubensgemeinschaften für die gute Zusammenarbeit in der Krise. Sie verwies auch auf die zahlreichen Gottesdienstübertragungen und auf die Leistungen der Telefonseelsorge.

Erfreut über den ersten Schritt in Richtung „Normalität“ zeigte sich Bischof Wilhelm Krautwaschl: „Am 15. März habe ich in Eggersdorf den letzten öffentlichen Gottesdienst gefeiert. Genau zwei Monate später wird uns ein zentrales Element unseres Glaubens wieder möglich – das gemeinsame Feiern.“ Es werde jetzt nicht gleich so sein wie in der Zeit vor Corona, betonte auch der steirische Bischof und erinnerte an Ostern. „Uns geht es wie den Jüngern, die nach der Auferstehung zunächst in Selbstisolation gelebt haben. Der Verlauf der Krise ist ein wunderschönes Zeichen für Gottes Hilfe in der Not, wenn wir Menschen zusammenstehen und das Unsrige dazu beitragen.“
Es ist zu hoffen, dass diesem ersten Schritt hin zu gemeinsamen Gottesdienstfeiern bald weitere folgen können. Entnehmen Sie für die Maßnahmen vor Ort die Informationen aus den pfarrlichen Medien.

Mit 15. Mai soll ein erster Schritt für wieder gemeinsame Gottesdienste erfolgen, erklärten bei einer Pressekonferenz Ministerin Raab und Kardinal Schönborn.
Am 15. März hatte Bischof Krautwaschl in Eggersdorf noch einen öffentlichen Gottesdienst vor „Corona“ geleitet.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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