Abtei Seckau
Auf den Weg geschickt

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Johannes Fragner, am 10. März zum neuen Abt der Benediktinerabtei Seckau gewählt, erhielt am 11. Juli durch Bischof Wilhelm Krautwaschl die Abtbenediktion.

Am Hochfest des heiligen Benedikt, nach dessen Regel die Benediktiner leben und der auch als Patron Europas verehrt wird, am 11. Juli, wurde in der Seckauer Basilika die Abtbenediktion von Johannes Fragner gefeiert. Er ist der 8. Abt, seit die Beuroner Benediktinerkongregation 1883 das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Seckau, 1782 unter Joseph II. aufgehoben, wiederbesiedelte. Schon vor seiner Wahl zum Abt am 10. März 2020 hatte er fast zehn Jahre den Konvent der Mönche als Prior-Administrator geleitet.

Zur Feiergemeinde, wegen der Corona-Schutzmaßnahmen zahlenmäßig eingeschränkt, zählten neben Bischof Wilhelm Krautwaschl auch die emeritierten Bischöfe Egon Kapellari und Maximilian Aichern, der vor seiner Bischofsernennung Abt von St. Lambrecht gewesen war. Aus dem Bereich der Orden waren unter anderen Johannes Perkmann (Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongegation), Erzabt Korbinian Birnbacher (Vorsitzender der Österreichischen Ordenskonferenz), Maximilian Heim (Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation), die steirischen Äbte Benedikt Plank (St. Lambrecht), Gerhard Hafner (Admont) und Philipp Helm (Rein), Propst Bernhard Mayrhofer (Vorau), Abt Petrus Pilsinger von Seitenstetten, Provinzoberin Sr. Sonja Dolesch (Vorsitzende der steirischen Frauenorden) und Äbtissinen gekommen. Unter den Vertretern des öffentlichen Lebens waren Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Zweite Landtagspräsidentin Gabriele Kolar und Bundeskanzler a. D. Wolfgang Schüssel.

„Amore Christi“, der Wahlspruch von Abt Johannes Fragner, kann sowohl als „In der Liebe Christi“ oder „In der Liebe zu Christus“ verstanden werden. Prior P. Leo Liedermann stellte zu Beginn der Messe den Abt vor und bat den Bischof um die Benediktion.
„Gott suchen und ihm dienen“: Diesen Leitgedanken aus der Regel des heiligen Benedikt sprach Bischof Wilhelm Krautwaschl in seiner Predigt an. Er dankte den Mönchen von Seckau für ihre gelebte Gottsuche, bei der sie nicht schon am Ziel, sondern unterwegs sind. Auch der neue Abt werde ein Suchender bleiben, einer, der sich auf den Weg geschickt weiß und als Abt im Führen ein Diener bleibt.
Nach der Predigt legte Abt Johannes Fragner das Versprechen für seinen Dienst ab. Nach Allerheiligenlitanei und Segensgebet überreichte der Bischof dem neuen Abt die Regel des heiligen Benedikt und übergab ihm die Insignien, die Kennzeichen für sein Amt: den Ring als Zeichen der Treue, die Mitra und dann den Stab als Zeichen des Hirtenamtes.
Die Schola der Mönche, die Kantorenschola Seckau unter Krisztina Gabor-Handl, die auch die Orgel spielte, und die Professorenschola des Abteigymnasiums unter Thomas Held gestalteten unter der Gesamtleitung von Herbert Handl die Feier musikalisch. An ihrem Ende wurden Abtei und Pfarre Seckau der Gottesmutter Maria geweiht.

Herzliche Worte der Würdigung und des Dankes sprachen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der Seckauer Bürgermeister Martin Rath und Abteigymnasiums-direktor Wilhelm Pichler. Mit seinem persönlichen Dank, der auch den verstorbenen Altabt Johannes Gartner einschloss, verband der neue Abt die Einladung zur Agape.
Johannes Fragner stammt aus Graz und war Weltpriester, ehe er 1997 in die Abtei Seckau eintrat, für deren Konvent aus 11 Patres und Brüdern sowie zwei Novizen er nun Abt ist.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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