Schloss Seggau
Anregendes Gedankenlabor
- Bei der „21. Sommeruni auf Schloss Seggau“ – einem Kooperationsprojekt von Universität Graz, Kommission der Bischofskonferenzen der EU und Diözese Graz-Seckau – melden sich Studierende aus allen Kontinenten zu Wort.
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Sommeruni. 65 Studierende aus 31 Ländern zu Gast.
„Neugier, (Für-)Sorge und Engagement“ – so könnte man das diesjährige Programm der Graz International Summer School Seggau (GUSEGG) übersetzen. Zwei Wochen lang denkt eine Gruppe von jungen Menschen aus aller Welt auf Schloss Seggau über „Curiosity, Concern and Commitment“ nach – und nimmt sich die Zeit, sorgfältig hinter die Kulissen unserer krisengetriebenen sowie von vorschnellen Meinungsbekundungen geprägten Gegenwart zu blicken und sich mit „Ungeduld, Arroganz und Angst“ auseinanderzusetzen.
Einst als europäische Idee auf einer Pilgerreise entstanden, lade die Sommeruni in weltoffener Auslegung katholischer Bildungstraditionen zum Ausbrechen aus eingefahrenen Denkmustern ein – mit diesen Worten eröffnete Andrea Seel, Rektorin der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum im Namen von Gastgeber Bischof Wilhelm Krautwaschl den Abend. Uni-Graz-Rektor Peter Riedler bezeichnete die Sommerschule als anregendes Gedankenlabor, in dem globale Widersprüche und Spannungen unter Einbeziehung regionaler Faktoren mit offenem Visier verhandelt würden.
Neugier stehe am Anfang jeder wissenschaftlichen Aktivität, betonte Michael Kuhn, stellvertretender akademischer Leiter der Sommeruni, in seinem selbstironischen Redebeitrag. Doch bei all unseren verschiedenen Blickweisen teilten wir bestimmte Sorgen und Anliegen („concerns“). Der zukunftsgerichtete und aktivistische Aufruf zum engagierten Verändern der Dinge sei beim Adressieren von existenziellen Themen ebenso legitim wie das leise und konsequente Arbeiten, Forschen und Lesen.
„There will be no fun!“ – „Ihr werdet keinen Spaß haben!“ Diese Ansage schmetterte Roberta Maierhofer, prägende Leiterin der Sommeruni, den erstaunten Studierenden entgegen. Inmitten der südsteirischen Kulisse treffe die Neugier und Unsicherheit der Jugendlichen auf die hohen Erwartungen der Veranstalter. Es gehe darum, intensive akademische Arbeit zu leisten und echte, tiefgründige Diskurse zu führen, statt sich mit oberflächlicher Unterhaltung zu begnügen.
Florian Traussnig/Red.
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Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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