Kirche Steiermark
Angespannt und turbulent
- Abt Maximilian Heim ist nicht länger Abtpräses der österr. Zisterzienser.
- Foto: Heiligenkreuz (Archivbild)
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Heiligenkreuz. Abt Maximilian Heim ist nicht mehr Abtpräses.
Der Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim legt sein Amt als Vorsitzender der österreichischen Zisterzienser-Äbte nieder. Dies bestätigte der Sprecher des Stifts, P. Johannes Paul Chavanne, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Kathpress am 13. August. Als Grund dafür nannte Chavanne die angespannte und turbulente Situation im Kloster. Die derzeit dort stattfindende Apostolische Visitation erfordere eine stärkere Fokussierung, daher habe Heim seine darüber hinausgehende Funktion in der Kongregation zurückgelegt. Zudem habe er sich mit Herzproblemen in Spitalsbehandlung begeben.
Eine Apostolische Visitation der Abtei Heiligenkreuz hatte der Vatikan bereits im Juni angekündigt. Diese laufe aktuell in Form von Gesprächen, so Chavanne – persönlich im Stift gewesen seien die beiden ernannten Visitatoren, der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, sowie die österreichische Ordensfrau Sr. Christine Rod von den Missionarinnen Christi, allerdings noch nicht. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt mitgeteilt, dass Ermittlungen gegen einen Pater im Zusammenhang mit anonymen Anschuldigungen eingestellt wurden. Im März waren die ersten anonymen Briefe in Umlauf gekommen, in denen schwere Vorwürfe gegen Stiftsmitglieder erhoben und auch Drohungen ausgesprochen wurden. Das Stift hatte daraufhin Anzeige erstattet. Das Landeskriminalamt Niederösterreich ermittelt nun wegen übler Nachrede, Verleumdung und Nötigung und will den oder die Verfasser der Briefe ausfindig machen.
Die kommissarische Leitung der Zisterzienserkongregation übernahm der Abt des Stiftes Wilhering, Reinhold Dessl.
Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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