Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung
Lasst Taten sprechen

„Wir bauen gemeinsam das größte Balkonkraftwerk Österreichs“ – die Aktion der evangelischen Kirche in Österreich bringt eine jährliche Ersparnis von bis zu 26.000 Euro an Stromkosten sowie eine Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emissionen von zumindest 16 Tonnen. Die 102 neu installierten Photovoltaik-Anlagen erzeugen im Jahr rund 91.000 kW Strom. | Foto:  Evangelische Kirche Österreich
  • „Wir bauen gemeinsam das größte Balkonkraftwerk Österreichs“ – die Aktion der evangelischen Kirche in Österreich bringt eine jährliche Ersparnis von bis zu 26.000 Euro an Stromkosten sowie eine Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emissionen von zumindest 16 Tonnen. Die 102 neu installierten Photovoltaik-Anlagen erzeugen im Jahr rund 91.000 kW Strom.
  • Foto: Evangelische Kirche Österreich
  • hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion

Der Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September ist Auftakt zur ökumenischen „Schöpfungszeit“.

Die Schwächsten leiden als Erste unter den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels, der Entwaldung und der Umweltverschmutzung“. Papst Leo XIV. ruft in seiner Botschaft zum Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung zu konkreten Taten auf. Darin kritisiert er ein mangelndes Bewusstsein dafür, dass die Zerstörung der Natur nicht alle gleich treffe, sondern „vor allem die Ärmsten, die Ausgegrenzten und die Ausgeschlossenen“.
Zeichenhaft dafür nannte er das Leiden der indigenen Gemeinschaften. Das diesjährige Motto des von Papst Franziskus 2015 eingeführten Tages lautet „Samen des Friedens und der Hoffnung“.

„In verschiedenen Teilen der Welt ist mittlerweile offensichtlich, dass unsere Erde im Verfall begriffen ist“, schreibt Papst Leo. „Extreme Naturereignisse, die durch den vom Menschen verursachten Klimawandel hervorgerufen werden, nehmen an Intensität und Häufigkeit zu, ganz zu schweigen von den mittel- und langfristigen Auswirkungen der menschlichen und ökologischen Verwüstung durch bewaffnete Konflikte.“ Die Umweltgerechtigkeit könne nicht länger als abstraktes Konzept oder fernes Ziel betrachtet werden. Sie sei eine dringende Notwendigkeit, die über den bloßen Schutz der Umwelt hinausgehe. „Es handelt sich in Wirklichkeit um eine Frage der sozialen, wirtschaftlichen und anthropologischen Gerechtigkeit“, erklärt das Oberhaupt der katholischen Kirche, und damit auch eine „Frage des Glaubens und der Menschlichkeit“. Möge man sich immer mehr für den Weg einer ganzheitlichen Ökologie entscheiden, damit sich die „Samen der Hoffnung“ vermehrten, wünscht Leo XIV.

Auch die katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten Österreichs sehen im Motto der ökumenischen Schöpfungszeit „Frieden mit der Schöpfung“ Ziel und Handlungsaufforderung zugleich. In der kirchlichen Umweltarbeit passiere schon vieles, „trotzdem gibt es leider noch immer genug Pfarren und kirchliche Einrichtungen, für die ‚Schöpfungsverantwortung‘ bestenfalls ein Randthema ist“, bedauert deren Sprecher Markus Gerhartinger: „Auch die wollen wir erreichen und motivieren, Taten sprechen zu lassen.“

Um Handlungsempfehlungen, „Good practise“-Beispiele und Wissenswertes rund um die kirchliche Umweltarbeit besser zu präsentieren, haben die kirchlichen Umweltbeauftragten ihr Online-Portal www.schoepfung.at komplett überarbeitet. Eine von der evangelischen Kirche heuer bereits erfolgreich durchgeführte Aktion, bei der insgesamt 102 Balkonkraftwerke neu installiert wurden, soll fortgeführt werden. Um bereits umgesetzte Taten zu würdigen, haben die Umweltbeauftragten den Kirchlichen Umweltpreis 2025 in den Kategorien Mobilität und Biodiversität österreichweit ausgeschrieben.

Quelle: Kathpress

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ