Weltgebetstag um geistliche Berufungen
Herzlich mit Schwung

Worauf wartest du? Diese Frage wird zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 25. April aufgeworfen. Im Grazer Dom wird es am 6. Mai um 19 Uhr eine heilige Messe mit Gebet um geistliche Berufungen geben. Am 25. April werden dort sieben Ständige Diakone für unsere Diözese geweiht.
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  • Worauf wartest du? Diese Frage wird zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 25. April aufgeworfen. Im Grazer Dom wird es am 6. Mai um 19 Uhr eine heilige Messe mit Gebet um geistliche Berufungen geben. Am 25. April werden dort sieben Ständige Diakone für unsere Diözese geweiht.
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Zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen erläutert der Regens des Grazer Priesterseminars Thorsten Schreiber die Papstbotschaft, die den heiligen Josef als Beispiel für Berufung hervorhebt.

Der heilige Josef erregte kein Aufsehen. Er war nicht berühmt und fiel nicht auf. In den Augen Gottes war sein gewöhnliches Leben jedoch etwas Außergewöhnliches. Josef vermochte im Alltag Leben zu schenken und hervorzubringen.
Genau dazu sind auch geistliche Berufungen da. Jeden Tag sollen sie Leben hervorbringen und wiederherstellen. Der Herr möchte herzliche Menschen, die sich mit vollem Schwung einsetzen, die großzügig und mitfühlend sind. Drei Schlüsselwörter sind es, die in der Botschaft von Papst Franziskus Berufung mit dem heiligen Josef verbinden: Traum, Dienst und Treue.

Traum. Wenn wir die Menschen bitten würden, den Traum des Lebens in einem einzigen Wort auszudrücken, würde die Antwort wohl lauten: Liebe. Durch die Träume, die Gott ihm eingab, hat der heilige Josef sein Leben zu einer Gabe der Liebe gemacht. Seine Träume waren göttliche Rufe. Weil sein Herz auf Gott ausgerichtet war, war er Gott gegenüber immer schon bereit.
Das gilt auch für geistliche Berufungen. Gott blendet uns nicht mit strahlenden Visionen. Er wendet sich feinfühlig an unser Inneres und macht sich mit uns vertraut. Der göttliche Ruf drängt einen dazu, aus sich herauszugehen, sich selbst herzugeben, weiterzugehen. Es gibt keinen Glauben ohne Wagnis. Möge der heilige Josef allen helfen, die Träume, die Gott für sie hat, zu verwirklichen.

Dienst. Der heilige Josef hatte die Haltung eines Menschen, der nicht den Mut verliert, wenn das Leben nicht so läuft, wie er es sich wünscht. Er lebte, um zu dienen. In diesem Geist begegnete Josef neuen Umständen, ohne darüber zu klagen, was passierte. Man könnte sagen, dass er die ausgestreckte Hand des himmlischen Vaters für seinen Sohn auf Erden war.
So kann er auch Vorbild für alle Berufungen sein. Alle sind berufen, die helfenden Hände des Vaters für seine Söhne und Töchter zu sein. Nicht die Zeit damit vergeuden, sich darüber aufzuregen, was nicht in Ordnung ist. Sich wach und aufmerksam um die zu sorgen, die einem anvertraut sind. Das ist ein Zeichen für eine gelungene Berufung.

Treue. Josef ist „gerecht“ (Mt 1,19). In der arbeitsamen Stille jedes Tages hält er sich beharrlich an Gott und seine Pläne. In einem besonders schwierigen Moment fängt er an, „über alles nachzudenken“ (Mt 1,20). Er überlegt. Er lässt sich nicht von Eile beherrschen. Er handelt nicht impulsiv. Er weiß, dass man die Existenz nur auf einem steten Festhalten an großen Entscheidungen aufbaut.
Auch das Leben der Berufung reift in der Treue eines jeden Tages. Das erste Wort, das der heilige Josef im Traum hört, ist: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht!“ (Mt 1,20).
„Fürchte dich nicht!“ Das sagt der Herr auch zu uns, wenn wir zögern, Gott unser Leben zu schenken. Er sagt es uns inmitten von Prüfungen und Missverständnissen. Mit diesem Wort ruft der Herr, zur ersten Liebe zurückzukehren. Wie schön wäre es, wenn eine so schlichte und hoffnungsvolle Atmosphäre unsere Seminare, Ordensinstitute, unsere Familien und Pfarrgemeinden durchdränge.

Zum Segen für andere.
Gebete um und in geistlichen Berufungen.

Herr, du hast mich berufen und Sehnsucht nach dir geweckt. Auf deinen Ruf habe ich mich eingelassen.
Ich teile mein Leben mit vielen Menschen; gemeinsam sind wir auf dem Weg. Ich danke dir für viele Begegnungen und staune, wie du dich auch in unscheinbaren Ereignissen zeigst.
Du hilfst mir, meine Fähigkeiten zu entdecken, zu entfalten und einzusetzen. Du zeigst mir auch meine Grenzen. Lass mich an diesen Erfahrungen wachsen und hilf mir loszulassen, was mich dabei einengt.
Berufe mich immer wieder neu, sende mir deinen Heiligen Geist, damit ich an den Orten, zu denen du mich führst, dein Evangelium lebe und so dein Reich wachsen kann.
Sei du die Mitte meines Lebens. Segne mich, damit ich zum Segen für andere werde. Gotteslob, Nr. 21/5
Gott, unser Vater, du hast deinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt, um uns deine Liebe zu bezeugen. Durch ihn berufst du Frauen und Männer zum Dienst in deiner Kirche. Schenke auch unserer Zeit Ordensleute, die durch ihr Leben nach den evangelischen Räten dich bezeugen, Priester, die den Gläubigen das Evangelium verkünden, sie mit dem Brot des Lebens nähren und die Gemeinden in der Kraft des Heiligen Geistes leiten, und Diakone, die deinem Volk dienen und für die Armen und Notleidenden sorgen. Durch Christus, unsern Herrn.
Gotteslob, Nr. 704/3

Worauf wartest du? Diese Frage wird zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 25. April aufgeworfen. Im Grazer Dom wird es am 6. Mai um 19 Uhr eine heilige Messe mit Gebet um geistliche Berufungen geben. Am 25. April werden dort sieben Ständige Diakone für unsere Diözese geweiht.
Eine Kerze, die Licht und Wärme verbreitet, wird oft zum Symbol für den Dienst als Priester oder Diakon.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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