Glaube
Ein Jahr „Wiener Erklärung“

Ein Schulterschluss für den Frieden zwischen (v. l.) Oberrabbiner Jaron Engelmayer, Kardinal Christoph Schönborn und Imam Ümit Vural 2025: „Glaube kann eine kraftvolle Basis für ein friedliches Zusammenleben sein.“ | Foto: edw/Schönlaub
  • Ein Schulterschluss für den Frieden zwischen (v. l.) Oberrabbiner Jaron Engelmayer, Kardinal Christoph Schönborn und Imam Ümit Vural 2025: „Glaube kann eine kraftvolle Basis für ein friedliches Zusammenleben sein.“
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Bleibender Auftrag zum Frieden

Ein Jahr nach der Unterzeichnung der „Wiener Erklärung der Religionen für den Frieden“ hat der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Ümit Vural, deren anhaltende Bedeutung betont. In einer Videobotschaft erinnerte er daran, dass die Erklärung ein bewusstes Zeichen für Verantwortung, Frieden und Zusammenhalt sei. Religion dürfe niemals spalten oder für politische oder ideologische Zwecke missbraucht werden.
Die Erklärung wurde am 9. Jänner 2025 in Wien von Kardinal Christoph Schönborn, Ümit Vural und dem Wiener Oberrabbiner Jaron Engelmayer unterzeichnet. Die Vertreter der drei monotheistischen Religionen bekannten sich darin gemeinsam zu einem friedlichen Miteinander und verurteilten jede Instrumentalisierung von Religion zur Rechtfertigung von Gewalt, Terror oder Diskriminierung.
Angesichts von Krieg, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und wachsender gesellschaftlicher Spannungen bleibe die Erklärung hochaktuell, betonte Vural. Sie sei kein Abschluss, sondern ein Auftrag, Religion als Kraft des Friedens zu leben.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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