Die Farbe Grün

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“ Mit diesem farbigen Rat legt Goethe uns im „Faust“ Lebensnähe statt staubiger Theorie ans Herz.
  • „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“ Mit diesem farbigen Rat legt Goethe uns im „Faust“ Lebensnähe statt staubiger Theorie ans Herz.
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Grün kennzeichnet eine naturnahe Gesinnung.

Es ist typisch für die Farbe Grün, dass sie dem Lebendigen zugeordnet wird. Denn was ist Grün? Grün ist alles Vitale, Frische, Gesunde. Grün steht für Gedeihen, für keimende Hoffnung. Diese Farbsymbolik wurzelt in unserer Naturwahrnehmung: Im Frühling grünen Baum und Strauch, der Winter ist überstanden. Mit Genuss nehmen wir die Grüntöne wahr. Grasgrün, saftgrün, apfelgrün, tannengrün, jadegrün entfalten sich Wald und Wiesen … „König David“ malt dafür das berühmte Bild in Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue …“ Grün bedeutet Schutz und Ruhe, Gras und Schatten.
Grün ist „nur“ eine Mischfarbe, aber eine sehr eigenständige. Die Sympathien für die Farbe Grün schwanken – wer Grün mag, bewertet einen Grünton oft positiv, während Grünverächter denselben Ton als giftig empfinden. Apropos giftig: „Giftgrün“ heißt es nicht von ungefähr. Früher stellte man Grün aus Kupfer-Grünspan her. Der Farbstoff wurde in Arsen gelöst. Grün war also wirklich giftig.
Schlecht kommt Grün auch in Redensarten weg. Denn grün hinter den Ohren sind
Unerfahrene, grün vor Neid werden Missgünstige.
Grün – das heißt Gas geben! Ampelgrün signalisiert freie Fahrt überall auf der Welt. Grüne Sicherheit versprechen uns Notausgänge und Fluchtwege. Grün ist auch eine politische Farbe. Parteien, die sich in Europa dem Umweltschutz verschrieben haben, nennen sich „Die Grünen“. Als internationale Organisation ist „Greenpeace“ Synonym für Engagement im Umweltschutz.
muthesius / deike

Grün wirkt beruhigend, ohne zu ermüden
Ins Grüne fahren wohl nur Leute aus der Stadt. Wo Natur keine Selbstverständlichkeit mehr ist, gibt es „Grünanlagen“.
Nicht umsonst pflegen wir das Grün und suchen es in der Natur. Grün beruhigt die Augen und hat entspannende Wirkung auf Körper und Geist. Deshalb wurden Spiel- und Bibliothekstische oft mit grünem Filz bezogen.
Wer allerdings nur am „grünen Tisch“ plant, dem verdorrt der grüne Lebensbaum in grauer Theorie.
Wer grünes Gemüse isst, nimmt Chlorophyll auf und dazu weitere lebensnotwendige und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe.

GROSSES WÄCHST…

Kindergärten und Krippen go online
„So unrealistisch ein fast ausschließlicher Kontakt über technische Medien in unserem Berufsfeld auch scheint … jetzt ist diese vormalige Utopie zum ,Kindergartenalltag‘ geworden!
Ob per E-Mail, Apps oder Cloud-Plattformen – in der momentanen Situation sind diese digitalen Kommunikationswege eine praktische, schnelle und zuverlässige Methode, um mit den Eltern weiterhin die Bildungspartnerschaft zu pflegen und mit den Mädchen und Buben des Kindergartens in Kontakt zu bleiben. Erstaunlich, wie schnell mediensensible Pädagogik in den Fokus unseres täglichen Handelns rücken kann?! MITEINANDER LEBEN, wie auch in unserm Leitbild verankert, bekommt jetzt in dieser aktuell für alle sehr herausfordernden Lebenssituation einen anderen Stellenwert. Wir alle sind gefordert umzudenken, gewohnte Bahnen zu verlassen und (anders als gewohnt) kreativ zu werden …“, schreibt Desiree Gradwohl, die Leiterin des Pfarrkindergartens Burgau, über die aktuelle Situation.
Und es ist in der Tat bemerkenswert, wie schnell kreative Zugänge und Ideen in diesem Zusammenhang in den Krippen, Kindergärten und Horten unserer Diözese entstanden sind, um den Kindern, Müttern und Vätern trotz (zumeist) Distanz nah zu sein, um den Anschluss zur jeweiligen Bildungseinrichtung nicht zu verlieren. „Familien wurden ab Eintreten der Sonderbestimmungen mit Liedern, Geschichten, Spiel- und Bastelideen und sonstigen pädagogischen Impulsen versorgt. So kam der Kontakt zwischen dem pädagogischen Betreuungspersonal und den Kindern trotz der Einschränkungen nicht zu kurz, und wertvolle Beziehungsarbeit wurde geleistet“, betont Ale-xandra Strohmeier-Wieser, die Leiterin des Referats für Elementarpädagogik der Diözese. Ein Auszug der Ideen ist unter refep.graz-seckau.at frei zugänglich.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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