Mein Garten | SonntagsblattPLUS, 5. Juli 2020
Die Erde auflockern

Ab in den Garten! Salat und viele andere Pflanzen können jetzt gesetzt werden.
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Den Boden für die neue Gartensaison vorbereiten.
Nach den Frösten können die Garten-, Stauden- und Hochbeete wieder bearbeitet werden.
Wenn noch eine Wintermulchschicht drauf ist, dann nehmen Sie einen Teil davon weg, damit der Mulch nicht zu dick ist. Sie müssen aber nicht alles entfernen, weil Laub, Wurzeln und Äste ein guter Nährboden für den Humusaufbau sind.
Zuerst werden Unkraut, Steine und Wurzelunkräuter entfernt. Die hartnäckigsten sind sicher die Quecke und der Giersch. Bei guten Humusböden ist es einfach, diese zu entfernen.
Bei Lehmboden müssen Sie aufpassen, dass Sie die Wurzel nicht abreißen. Denn dann vermehren sie sich wieder. Versuchen Sie diese Unkräuter zur Gänze zu entfernen. Und geben Sie sie nicht auf den Komposthaufen. Dort würden sie sich rasant vermehren.
Weiters wird der Boden mit einer Gartenhacke oder Kralle leicht aufgelockert. Stechen Sie nicht tiefgründig um. Sie würden das ganze Bodenleben auf den Kopf stellen. Arbeiten Sie Komposterde, Gesteinsmehl, Kaffeesatz und auch Teebeutel in den Boden leicht ein.
Der Inhalt der Teebeutel ist absolut nährstoffreich. Entfernen Sie einfach Zettel und Bändchen und arbeiten Sie diesen Energiekick für die Pflanzen in die Beete ein.
Wenn Sie sehr tonhaltige Erde haben, eben Lehmboden, dann ist dieses Aufbessern des Erdreiches ganz besonders wichtig. Dann kann sich der Oberboden mit dem Unterboden verbinden, und die Bodenstruktur ist luftig und leicht. Bei Lehmboden muss man das immer wieder machen! Der Vorteil ist, dass Starkzehrer Lehmböden sehr gerne haben. Dazu gehören Kürbis und Kohlgewächse.
Angelika Ertl-Marko

Alleskönner Kaffeesatz
Kaffeesatz ist in Haus und Garten vielseitig einsetzbar: Im Garten großzügig um die Blumenstängel herum verteilt, düngt das Pulver Ihre Pflanzen und schützt nebenbei effektiv vor Schneckenbefall. Auch Ameisennester können damit bekämpft werden.
Verwöhnen Sie Ihren Körper mit einem Kaffeesatz-Peeling: Das Pulver mit etwas Olivenöl mischen, die Haut unter der Dusche damit einreiben und mit warmem Wasser abspülen. Als Allzweckreiniger rückt er verkrusteten Küchenutensilien und unschönen Wasserrändern zu Leibe. Unangenehme Aromen sind ebenfalls passé. Ein Schälchen Kaffeesatz im Kühlschrank absorbiert Essensgerüche.

Gerade in diesen Zeiten ist der Garten von unsagbarem Wert.
Angelika Ertl-Marko, ORF-Biogärtnerin

Was kann ich jetzt in meinem Garten tun?

Jetzt können die ersten Früchte des Bodens schon eingesät oder gesetzt werden, Steckzwiebel neben Karotten, Salat neben Radieschen, Rote Bete und Spinat, Feldsalat und Knoblauch. Kartoffeln können jetzt auch schon gepflanzt werden.
Wenn Sie ein Gartenhäuschen haben oder in der Wohnung noch Pflanzen vorziehen möchten: Chinakohl und Artischocken, Sellerie und Kohlrabi.
Pflanzen, die noch einen wärmeren Raum brauchen, sind Paprika, Auberginen, Tomaten und Kürbis. Hier brauchen die Pflanzen eine konstante Keimtemperatur von 22 bis 24 Grad. Dann keimen sie. Wenn die Pflanzen zirka 1 cm hoch sind, stellt man sie wieder in einen kühleren Raum. Nach den Frösten können sie nach draußen gesetzt werden.
Die Frühlingsblüher sprießen aus dem Boden! Wenn Sie Pflanzen geschenkt bekommen haben und diese einsetzen, können Sie das nach den Frösten machen.
Arbeiten Sie in den Boden Komposterde und organischen Dünger ein. Dann ist das der Nährstoffspeicher für die Zwiebelblumen, um nächstes Jahr wieder gut durchzutreiben.

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Das große Boden-ABC
Angelika Ertl-Marko, 28 Euro

Im Praxis-ABC verrät die ORF-Gärtnerin all ihre Geheimrezepte für gesunde Böden im Kreislauf der Natur. Zahlreiche leidenschaftliche Ratschläge zeigen auf, wie Sie das „natürliche Bodenpersonal“ wie Mikroorganismen, Pilze & Co. in Ihrem Garten nutzen und damit Humus aufbauen, gesunde Lebensmittel ernten und zudem das Klima schützen.
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Ab in den Garten! Salat und viele andere Pflanzen können jetzt gesetzt werden.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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