Telemedizin macht Beobachtung aus der Ferne möglich
Herzkontrolle von zuhause aus

Datenmanagerin Silvia Plank leitet die kardiologische Ambulanz des Ordensklinikums ­Wels-­Grieskirchen und nützt wie Herzspezialistin Margot Aigner Telemedizin.
  • Datenmanagerin Silvia Plank leitet die kardiologische Ambulanz des Ordensklinikums ­Wels-­Grieskirchen und nützt wie Herzspezialistin Margot Aigner Telemedizin.
  • Foto: Nik Fleischmann
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Corona hat bewirkt, dass Konzertbesuch, Plauderei oder Essensbestellung oft online stattfinden. Doch auch Kontrollen bei Herzkrankheiten lassen sich ohne Termin im Krankenhaus durchführen. Diese Form der Telemedizin wird im Klinikum Wels-Grieskirchen eingesetzt.

Aus der Ferne reagiert Herzspezialistin Margot Aigner schnell, wenn das Herz ihrer Patient/innen aus der Reihe tanzt. Das ist durch eingepflanzte Ereignisrekorder oder Schrittmacher mit Defibrillator möglich, die regelmäßig Daten an das Krankenhaus übertragen. „Wir konnten auf einen fixen Ambulanztermin pro Jahr reduzieren und in der Pandemie das Infektionsrisiko senken“, betont die Fachärztin. Der Mini-Rekorder wird unter die Haut eingesetzt, seine Batterie hält bis zu drei Jahre. Die Daten werden verschlüsselt und einmal täglich über Mobilfunk im In- und Ausland an die Klinik gesendet oder wenn es der Patient mittels Zusatzgerät auslöst. „Bei ­Bewusstlosigkeit oder Schlaganfall ­können wir schnell Ursachen wie Rhythmus­störungen oder Vorhofflimmern finden“, erklärt ­Aigner.

Mehr als 10.000 Kontrollen jährlich.
Telemedizin gewinnt enorm an Bedeutung. Ziel der Kardiologin ist es, die Methode auf alle Schrittmacher-Patienten auszuweiten. Etwa 800 Patienten mit Defi betreut das Klinikum Wels-Grieskirchen auf diese Weise, Tendenz steigend. Zwei zu Datenmanagerinnen ausgebildete diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern sichten die Daten in Absprache mit der Fachärztin: 2020 waren es 10.722 Kontrollen, täglich für etwa 45 Patienten. Das Team in Wels setzt seit mehr als zehn Jahren auf Telemedizin. „Das ersetzt aber weder die ärztliche Betreuung noch zwischenmenschlichen Kontakt“, meint Aigner. Zusätzlich zur automatisierten Datenübertragung könnten daher je nach Pandemieverlauf auch Videokonferenzen mit persönlicherem Kontakt eingeführt ­werden, um Kontrolltermine im Klinikum zu vermeiden.

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Kooperation Kirchenzeitungen aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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