Konzil

Beiträge zum Thema Konzil

Glaube & Spiritualität

Glaube
Neues Konzil fällig?

Als Ort der Problemlösung hätten sich die Konzilien bewährt. Theologen denken nach, ob ein weiteres Konzil sinnvoll wäre. Sechzig Jahre nach dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils am 8. Dezember 1965 ist die Zeit reif, über ein neues Konzil nachzudenken. Dies betonten die Salzburger Theologen Gregor Maria Hoff und Dietmar Winkler sowie die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger in einer neuen Folge des Theologie-Podcasts Diesseits von Eden. Konzilien seien stets Orte der...

  • 17.12.25
Kirche hier und anderswo
Die Hildesheimer Diözesansynode, auf der am 13. Mai 1968 erstmals in Deutschland auch Laien waren. | Foto: KNA
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Konzil
Der Hecht im Karpfenteich

Mensch vor Amt. Am 8. Dezember vor 60 Jahren endete das Konzil. Mit seinem „Laienapostolat“ prägte es Ferdinand Klostermann maßgeblich mit. Schaut über den Tellerrand hinaus. Lest Literatur, denn dort kommt das Leben der Menschen vor. Beschäftigt euch mit Psychologie. Vor allem aber: Geht in Begegnung mit anderen.“ An diese Worte erinnert sich Karl Immervoll so detailliert, als habe er sie gestern erst gehört. Wir schreiben das Jahr 1975. Karl Anton Immervoll, Sohn eines überzeugten...

  • 10.12.25
Glaube & Spiritualität

Konzil von Nicäa
Wer ist Jesus wirklich?

Die brennendste Frage, die das Ökumenische Konzil von Nicäa vor 1700 Jahren zu klären hatte, war die Wesenheit Christi. Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Schon Jesus hat bekanntlich die Antwort auf diese Frage interessiert. Und die Antworten waren – wie wir aus den Evangelien wissen – unterschiedlich. Am ehesten schien Jesus seinen Zeitgenossen ein Prophet zu sein. Jesus aber stößt nach mit einer Frage an seine Jünger: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ – Die Antwort des Petrus ist...

  • 29.10.25
Glaube & Spiritualität
Bei der Frage nach dem Sinn des Lebens ist die religiöse Verortung der Menschen von großer Bedeutung. Junge Menschen zeigen eine größere Unbefangenheit gegenüber kirchlichen Themen. Wesentlich ist für sie oft die Suche nach Gemeinschaft, Orientierung und Ritualen. | Foto: Uni Wien
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Kirche Steiermark
Erzählen, wer und wie Gott ist

Regina Polak setzte bei der steirischen Priesterwoche in Seggau die Wegmarken des Zweiten Vatikanischen Konzils mit der Glaubenspraxis heutiger Menschen in Beziehung. Die Welt anzunehmen, wie sie ist, dazu fordere die Konzilskonstitution „Gaudium et spes“ die Kirche auf. 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils beleuchtete Regina Polak bei der steirischen Priesterwoche Texte dieser richtungsweisenden Kirchenversammlung aus dem Blickwinkel heutiger Herausforderungen und...

  • 24.09.25
Geschichtliches & Wissen
Der Petersdom wurde zur Konzils-aula für die über 3000 Teilnehmenden, davon 2498 Konzilsväter, umfunktioniert. | Foto: KNA
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Konzilsjubiläum
Ein drittes Konzil in Sicht?

Vor 60 Jahren, am 11. Oktober 1962, eröffnete Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil. Die Neuorientierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) haben das Gesicht der katholischen Kirche verändert – und die Fenster zur Welt weit aufgestoßen. Ist es nach 60 Jahren schon Schnee von gestern oder noch in aller Munde? Dazu fünf Fragen und Antworten: Was meinen Katholiken, wenn sie vom „Konzil“ sprechen? Das Zweite Vatikanische Konzil fand 1962 bis 1965 in vier etwa...

  • 05.10.22
Glaube & Spiritualität

Konzil
Fels in der Brandung als Ziel

150 Jahre Erstes Vatikanisches Konzil. Für den steirischen Diözesanbischof Johannes Baptist Zwerger (Bischof 1867–93) bildete das Erste Vatikanische Konzil das bedeutsamste weltkirchliche Ereignis während seiner Amtszeit. Nach drei Jahrhunderten hatte Papst Pius IX. (1846–78) wieder ein Konzil für die Weltkirche einberufen und am 8. Dezember 1869 feierlich eröffnet. Bemerkenswert war an dieser Versammlung, die im rechten Querschiff des Petersdomes tagte, dass es mit den 792 Konzilsvätern das...

  • 15.07.20
Serien

Das Konzil wieder lesen | Teil 12
Das Konzil ernst nehmen

Nach einem ersten Durchgang durch die Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils, wie er in dieser Serie unternommen wurde, sollen noch einige Anhaltspunkte formuliert werden für die Aufgabe, die immer noch und auch wieder neu angegangen werden muss. Dabei steht das Interesse im Vordergrund, das Konzil, seine Dokumente und Aussagen ernst zu nehmen. Und aus dem Glauben soll hinzugefügt werden: Das Konzil soll ernst genommen werden als eine Kirchenversammlung, die den Heiligen Geist erbeten...

  • 09.05.10
Serien

Das Konzil wieder lesen | Teil 11
Gesucht: Der Geist des Konzils

„Progressiv“ und „konservativ“ Eine Richtung, die oft als „konservativ“ bezeichnet wird, geht davon aus, dass die nachkonziliare Entwicklung beziehungsweise für manche bereits das Konzil selbst „zu weit“ gegangen sei. Der Glaube der Kirche sei verraten worden. Eine zweite, „progressive“ Richtung meint, dass das Konzil von der offiziellen Kirche heute zu einschränkend interpretiert werde und dass die geänderten Zeitumstände eine Weiterentwicklung der Aussagen des Konzils notwendig machen....

  • 25.04.10
Serien

Das Konzil wieder lesen | Teil 10
Unterwegs mit den Menschen

Die Thematik war ursprünglich auf mehrere Dokumente verstreut; das jetzige Dokument wurde – als das damals sprichwörtliche „Schema XIII“ – in acht Fassungen erarbeitet. Der endgültige Aufbau wurde in dieser Serie bereits vorgestellt und umfasst zwei Hauptteile: In Hauptteil I geht es um die menschliche Person, die menschliche Gemeinschaft und das menschliche Schaffen und daran anschließend um die Aufgabe der Kirche in der Welt von heute. Im Hauptteil II werden verschiedene Themen behandelt, die...

  • 11.04.10
Serien

Das Konzil wieder lesen | Teil 09
Recht auf religiöse Freiheit

Diese Überzeugung bestimmt auch ganz selbstverständlich das Denken des Konzils. So heißt es in der Offenbarungskonstitution: „Die Tiefe der durch diese Offenbarung über Gott und das Heil des Menschen erschlossenen Wahrheit leuchtet uns auf in Christus, der zugleich der Mittler und die Fülle der Offenbarung ist.“ Das bedeutet aber nicht, dass das Konzil den anderen Religionen jede Wahrheitserkenntnis und jede Bedeutung für den Weg zu Gott abspricht. Das Christentum und die anderen Weltreligionen...

  • 28.03.10
Serien

Das Konzil wieder lesen | Teil 08
Die Wurzel trägt den Baum

Das gilt in besonderer Weise für die Erklärung des Konzils zum Verhältnis der Kirche zu den Weltreligionen. Das Konzil im Kräftefeld der Politik Die ursprüngliche Absicht war, ein Dokument zu veröffentlichen, das die Beziehung zwischen der Kirche und dem Judentum zum Thema macht. Dieses Projekt traf allerdings auf Widerstand. Er kam von der Seite derer, die durch das Dokument eine Aufwertung des jungen Staates Israel befürchteten. Um den politischen Druck gegen das Dokument zu mildern, hat das...

  • 14.03.10
Serien
Konzil – ein 
großes Gespräch über die Kirche der Zukunft. | Foto: ©  2010 KNA-Bild all rights reserved.
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Das Konzil wieder lesen | Teil 07
Wirklich engstens verbunden

Ein Meilenstein Am Ökumenismusdekret Unitatis redintegratio wurde – unter der Verantwortung des damals neu geschaffenen Sekretariats für die Einheit der Christen – zwischen 1962 und 1964 gearbeitet. Ursprünglich sollte das Dokument mehr enthalten als „nur“ das Thema der innerchristlichen Ökumene. Aus dem Entwurf wurden aber die beiden letzten Kapitel über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen und über die Religionsfreiheit abgetrennt und zu eigenen Dokumenten...

  • 28.02.10
Serien
Das Konzil setzt die Liturgiereform auch praktisch um: Papst Paul VI. feiert mit Bischöfen aus fünf Erdteilen erstmals in Konzelebration. | Foto: KNA
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Das Konzil wieder lesen | Teil 06
Wirklich engstens verbunden

Das Verständnis der Kirche, wie es sich vor allem zwischen dem Ersten und Zweiten Vatikanischen Konzil ausgebildet hat, war durch eine scharfe Grenzziehung zwischen der Kirche und dem Bereich außerhalb der Kirche gekennzeichnet. Das Stichwort extra ecclesiam nulla salus (außerhalb der Kirche kein Heil) war dafür charakteristisch. Mit anderen Worten: Man ist davon ausgegangen, dass Menschen an der durch Jesus und seinen Tod am Kreuz gewirkten Erlösung, also an der Gemeinschaft mit Gott und am...

  • 14.02.10
Serien
Das Konzil betont neben der hierarchischen Ordnung ausdrücklich die Vielzahl der Charismen, die für den Aufbau der Kirche wichtig sind. | Foto: Amsüss
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Das Konzil wieder lesen | Teil 05
Gleichsam ein Sakrament

  Kirche als Mysterium und Communio Das I. und VII. Kapitel machen deutlich, dass die Kirche ein Mysterium ist, d. h. eine sakramentale und eine endzeitliche Größe. Sie ist auf der Ebene des Empirischen, des soziologisch Beschreibbaren und des Politischen allein nicht zu erfassen – sie reicht darüber hinaus. Die Kirche stützt sich auf Christus, sie verbindet – als Mysterium bzw. Sakrament – in sich Sichtbares und Unsichtbares. Aber sie hat nicht nur eine darstellende, sondern auch eine...

  • 24.01.10
Serien
Papst Paul VI. inthronisierte zu Beginn der 4. Sitzungsperiode im September 1965 feierlich die Heilige Schrift. | Foto: KNA
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Das Konzil wieder lesen | Teil 04
Gottes Wort in Menschenwort

Das Zweite Vatikanische Konzil hat die einzigartige Bedeutung der Schrift deutlich herausgearbeitet. Damit entspricht es nicht nur den Anliegen der Bibelbewegung, die es bereits vor dem Konzil in der Kirche gegeben hat, sondern auch dem Anliegen der Ökumene: Die Heilige Schrift wird ja von allen Christen als die gemeinsame Grundlage anerkannt. Ihre Bedeutung spiegelt sich auch im Aufbau der Offenbarungskonstitution, die der Heiligen Schrift insgesamt vier Kapitel widmet. Man kann die Bibel...

  • 10.01.10
Serien
Schrift und Tradition: Die Tradition ist die Auslegung der Heiligen Schrift durch die Jahrhunderte. | Foto: KNA
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Das Konzil wieder lesen | Teil 03
Was ist Offenbarung?

  Die Heilige Schrift und die Heilige Überlieferung sollen beide mit „gleicher Liebe und Achtung angenommen und verehrt“ werden – sie bezeugen Gottes Offenbarung. Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde die Offenbarung vor allem als Information von Seiten Gottes verstanden. Demgegenüber versteht das Zweite Vatikanische Konzil die Offenbarung, gestützt auf die Heilige Schrift, als ein Offenbarungsgeschehen. Das heißt: – die Offenbarung ergeht in Ereignissen, die Taten und Worte (zum...

  • 08.11.09
Serien
„Tätige Teilnahme“ der Gläubigen an der Liturgie ist ein großes Anliegen des II. Vatikanums. | Foto: Neuhold
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Das Konzil wieder lesen | Teil 02
Vorauskostend teilnehmen

Es war vom ersten Augenblick an der Eindruck vorherrschend, dass das Thema Kirche „das Hauptstück des Konzils“ werden sollte. Auf Anregung der Kardinäle Leo Suenens und Giovanni Battista Montini hat man für das Thema „Kirche“ eine Zweiteilung gewählt, die auf die gesamte Arbeit des Konzils ausgeweitet werden kann: Einerseits gibt es Themen, die gewissermaßen mehr im Innenraum der Kirche bleiben; andererseits Themen, die das Verhältnis der Kirche zur Gesellschaft beschreiben. Ich möchte in den...

  • 25.10.09
Serien
Johannes XXIII. bezeichnete das 2. Vatikanum als „Licht eines großen Beispiels“. | Foto: ©  2009 KNA-Bild all rights reserved.
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Das Konzil wieder lesen | Teil 01
Überraschend, aber erhofft

Ein wichtiger Impuls zur Abhaltung des II. Vatikanums war der Abbruch des I. Vatikanischen Konzils (1869/1870). Der Grund für den Abbruch war die militärische Besetzung Roms. So konnte das Dokument zum Thema „Kirche“ nicht fertig gestellt werden, mit Ausnahme jenes Teiles, der sich mit dem Papst, seinem Primat und seinen unfehlbaren Entscheidungen ‚Ex cathedra‘ befasste. Das führte in der Folge zu einer starken Betonung des Papsttums. Unter Theologen wurde sogar die Frage erörtert, ob es in...

  • 11.10.09

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