Pfingstsonntag | 8. Juni 2025
Kommentar
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Ein Feuerwerk des Geistes
Feuer zieht seit jeher Menschen in seinen Bann. Es ist ebenso faszinierend wie furchteinflößend. In der Bibel ist Feuer oft ein Hinweis auf die geheimnisvolle Gegenwart Gottes. Es gibt Licht und Wärme, ist zugleich aber gestaltlos und unnahbar. Gott zeigt sich Mose in einem Dornbusch, der brennt, aber nicht verbrennt. Am Pfingsttag wird durch das starke Bild von Feuerzungen, die auf die Jünger niederregnen, veranschaulicht, dass der Geist ihre Herzen entflammt hat und seine Gaben über sie ausgießt.
Die Folgen dieses spirituellen Zimmerbrandes im Jerusalemer Obergemach sind gewaltig. Es muss ein wahres Feuerwerk des Geistes gewesen sein, das Menschen aus der ganzen Stadt anlockt. Die Jünger, eben noch ängstlich eingesperrt, brennen nun darauf, das wunderbare Wirken Gottes, der Jesus aus dem Tod erweckt hat, vor aller Welt zu bezeugen.
Einen so feurigen Geist kann die Kirche auch heute gut gebrauchen. Er schenkt Mut, hinauszutreten und die Begegnung mit der Welt zu suchen. Er befähigt dazu, eine andere Sprache zu sprechen, die verstanden wird und zu Herzen geht. Er stiftet Einheit bei aller Verschiedenheit, Versöhnung und Frieden.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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