Kirche Steiermark
Gemeinsam dienen
- Im Wissen um eine gemeinsame Verantwortung für Kirche kamen am 8. Juni Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz und Spitzen der Österreichischen Ordenskonferenz erstmals in dieser Konstellation in Mariazell zusammen.
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Auf der Sommervollversammlung sprachen Bischöfe und Orden über diözesane
Kommunikation, die Nachnutzung von Klöstern oder Papst Leos erste Sozialenzyklika.
Österreichs Bischöfe wollen die Beziehungen zu den Ordensgemeinschaften im Land intensivieren und künftig noch enger mit den Orden zusammenarbeiten. Das geht aus einer Erklärung vom 10. Juni zum Abschluss der Sommervollversammlung der Bischofskonferenz (kurz: BiKo) hervor, die von 8. bis 10. Juni in Mariazell stattfand. Als sehr positiv bilanzieren die Bischöfe darin den Studiennachmittag mit Vertreterinnen und Vertretern der Orden, mit dem die Vollversammlung am 8. Juni eröffnet worden war.
Aktuelle Nöte, Weltkirche und KI. Seitens der Ordensgemeinschaften nahmen die beiden Vorsitzenden der Österreichischen Ordenskonferenz (ÖOK), Generalpriorin Franziska Madl (im gr. Bild oben 12. v. l.) und Propst Anton Höslinger (8. v. r.), sowie Generalsekretärin Sr. Christine Rod (8. v. l.) und Geschäftsführer Peter Bohynik (3. v. l.) an dem Gespräch teil. Die Konferenz der Säkularinstitute Österreichs war durch ihre Vorsitzende Maria Lukas (10. v. l.) vertreten.
Zur Sprache kamen beim Studientag auch Initiativen, in denen Ordensgemeinschaften auf aktuelle Nöte der Gegenwart reagieren und neue Akzente setzen. Herausforderungen bestünden auch durch fehlende Ansprechpartner für die Diözesen bei länderübergreifenden Organisationsstrukturen von Ordensgemeinschaften oder bei Nachnutzungen von aufgelassenen Klöstern. Intensive Kommunikation brauche es im Rahmen von Strukturreformen in den Diözesen, die nur gemeinsam mit den Orden umgesetzt werden können. Auch der Einsatz von Ordensleuten aus anderen Teilen der Weltkirche in Österreich sei zur Sprache gekommen. Die zunehmende Internationalisierung der Kirche berge Chancen, aber auch Herausforderungen. Ein weiteres Thema war das Aufkommen neuer Ordensgemeinschaften „mit ihren besonderen Charismen“. Thematisiert worden sei auch eine stärkere Zusammenarbeit von Klöstern und Diözesen bei der Etablierung von geistlichen Zentren, „die es in der Gesellschaft so dringend braucht“.
Bei der mit Spannung erwarteten Wahl zum Vorsitzenden am 9. Juni wurden Erzbischof Franz Lackner als Vorsitzender und Bischof Manfred Scheuer als Stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt.
- Wiedergewählt: Salzburgs Erzbischof Franz Lackner (l.) der seit Juni 2020 an der Spitze der BiKo steht, und sein Stv. Vorsitzender, der Linzer Bischof Manfred Scheuer (r.).
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Menschlich bleiben. Anschließend an die am 15. Mai veröffentlichte Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ tauschten sich die Bischöfe auch über Künstliche Intelligenz (KI) aus. Das Leitwort über Papst Leos Dokument fasse etwas Zentrales zusammen: In der Zeit der Künstlichen Intelligenz habe man die „dringende Pflicht, zutiefst menschlich zu bleiben“. Am Schluss ihrer Sommervollversammlung riefen Österreichs Bischöfe die VerantwortungsträgerInnen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dazu auf, Inhalte der Enzyklika zu reflektieren und umzusetzen.
Quelle: Kathpress/Redaktion: Steiner
Österr. Ordenskonferenz
Als gemeinsame Vertretung der katholischen Männer- u. Frauenorden Österreichs gehören der 2019 gegründeten ÖOK 192 Ordensgemeinschaften an. 3668 Personen wirken in 103 Frauen- und 89 Männerorden.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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