Laudato si! - Hoffnungsbeispiele aus der Steiermark | Teil 03
Kraftwerke am Dach und im Denken liefern Energie

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Energiewirtschaftlich zu arbeiten war schon immer sein Bestreben. „Es ist einfach die sinnvollste Art, mit begrenzten Ressourcen umzugehen.“ Dieses Wissen stellt Heinrich Pickl, der lange Jahre ein eigenes technisches Büro führte und große Projekte realisierte, nun gerne der Pfarre Andritz zur Verfügung. Die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Andritzer Begegnungszentrums abc geht auf seine Initiative zurück. Er empfahl, die Einnahmen, die durch den Fetzenmarkt erzielt wurden, in diese Anlage zu investieren, und nahm die Realisierung in die Hand. „Einer muss eben dahintersein.“ Also wurden drei Angebote eingeholt und der Billigstanbieter durch die Pfarre beauftragt. Die Montage konnte rasch vonstatten gehen. Seit 28. August läuft das Kraftwerk auf dem Dach.

Der Jahresenergieaufwand für das abc liegt bei 19.000 Kilowattstunden und wurde durch den Einsatz von LED-Leuchten bereits gesenkt. Nun geht es weiter: Die Jahresbetriebskosten von 2800 Euro werden um 70 Prozent gesenkt, durch die modulare Bauweise, die heutzutage üblich ist, war die Installierung der Anlage relativ einfach. „Wir haben hier in Andritz eine tolle Sonneneinstrahlung, und die Anlage ist von herunten nicht zu sehen.“ So entkräftet Heinrich Pickl ein Argument, das immer wieder zu hören ist: Diese Anlagen würden ja nur die Dächer und die Gegend verschandeln. Die Installation der modernen Anlagen ist einfach, und die Ergiebigkeit hat sich wesentlich verbessert. Funktionieren tut Photovoltaik bereits mit dem Licht, dazu muss die Sonne nicht scheinen, wie manche immer noch glauben.

Nicht nur auf dem Dach des abc wird Energie gewonnen. Schließlich sollen alle Kräfte für den Schutz der Umwelt und ein gutes, sinnvolles Leben genutzt werden, nichts darf verschwendet werden. Darum wird unter der Photovoltaik-Anlage bald auch ein geistiges Kraftwerk seinen Betrieb aufnehmen. Die Zukunft Europas nimmt eine Gesprächsreihe im Herbst in den Blick. „Vision possible – Zukunftsprojekt Europas“ ist der Titel von drei Gesprächsabenden, die sich unterschiedlichen Themen widmen, erklärt Koordinator Jörg Schaur. Veranstaltet wird die Reihe von einem engagierten Netz, bestehend aus dem Katholischen Bildungswerk Andritz, der evangelischen Pfarrgemeinde Graz-Nord, der Katholischen ArbeitnehmerInnen-Bewegung, dem Andritzer Arbeitskreis Schöpfungsverantwortung und der Katholischen LehrerInnen- und ErzieherInnen-Gemeinschaft.

Am ersten Abend (22. Oktober) stehen Klima, Energie und Bewusstseinsbildung für einen neuen Lebensstil im Zentrum. Spannend werden auch die folgenden Gesprächsrunden (5. und 19. November), wo es um das digitale und das soziale Netz gehen wird.


Jörg Schaur

Jörg Schaur ist Initiator der Gesprächsreihe „Vision possible“.
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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