Grazer Murinsel
Still und stark
- Die Fotografin und Autorin Kateryna Fedorova (4. v. r.) rückt zehn Mütter und deren Kinder in den Vordergrund, deren Alltag von besonderen Herausforderungen geprägt ist – und von unermüdlicher Liebe.
- Foto: privat
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Von Liebe, Angst und kleinen Siegen handelt „Stille Stärke“.
Bilder zeigen und damit Gespräche entstehen lassen: Der Wunsch, mit dem Kateryna Fedorova in ihr jüngstes Projekt gestartet ist, hat sich erfüllt. Mit „Stille Stärke“ erzählt die in der Ukraine geborene Fotografin Geschichten von starken Familien. Familien, in denen Kinder und Erwachsene mit Behinderung oder schwerer Erkrankungen leben. „Im Mittelpunkt stehen nicht die Diagnosen, sondern Mut, Liebe, Zusammenhalt und Hoffnung“, sagt Fedorova über das Ergebnis ihrer vielgestaltigen Arbeit. Ihre Video- und Fotoporträts und die berührenden Interviews fanden auch Eingang in ein Buch mit eindringlichen Fotos (siehe Titelseite mit Susanne und Jonathan) sowie Geschichten über die von ihr in den Mittelpunkt gerückten Familien.
Für die Vernissage und Buchpräsentation am 6. August auf der Grazer Murinsel hatte sich die Künstlerin noch etwas besonderes einfallen lassen. Für jede teilnehmende Familie gab es einen individuell gestalteten Blumenstrauß und ihre eigenen Fotos im Großformat (Bild). „Es war mir wichtig, dass die Menschen, die so viel Persönliches mit mir geteilt haben, an diesem Abend im Mittelpunkt stehen“, sagte die ausgebildete Psychologin, die selbst dreifache Mutter ist. „Die Reaktionen der Gäste haben mir gezeigt, dass die Geschichten berühren“, sagt Kateryna Fedorova. „Und genau darin sehe ich den eigentlichen Sinn des Projekts: Wenn ein Mensch nach dem Besuch der Ausstellung anders über Behinderung, Krankheit, Inklusion oder die Situation mancher Familien denkt, dann hat ‚Stille Stärke‘ bereits etwas bewirkt.“
◉ Die Ausstellung „Stille Stärke“ ist noch bis September auf der Grazer Murinsel zu sehen.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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