Steirerin mit Herz
Veronika Schrittwieser
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Mehr als ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Veronika die Türklinke zum Haury-Haus in Lamperstätten in St. Nikolai im Sausal das erste Mal hinunterdrückte. Die damals 18-Jährige war gekommen, um die sechsfache Mutter zu vertreten, die wegen einer schweren Operation nach Graz ins LKH musste. In dieser Zeit versorgte Veronika, damals noch Kainradl, die sechs Kinder mit mehr als Essen oder der Hilfe bei den Hausaufgaben: Ihre Geduld und Fürsorge ließen die junge Familienhelferin sechs Wochen lang zur liebevollen „Ersatzmama“ für Johann, Josef, Anton, Irmgard, Heimo und Mathilde werden.
Ob es dem Zufall zu verdanken ist, dem Schicksal oder Gott: Nach fast 55 Jahren erfuhr die einstige Caritas-Schwester auf einem Buschenschank-Ausflug vom Verbleib „ihrer“ Kinder. Wenig später gab es ein Wiedersehen, bei dem kein Auge trocken blieb. Veronika, verheiratete Schrittwieser, tauscht Fotos und Erinnerungen mit den sechs Korb-Haury-Kindern, die längst Eltern und Großeltern sind. Wie sehr sich ihre ehmaligen Schutzbefohlenen auch verändert haben – ungebrochen bleibt ihre Dankbarkeit für eine wunderschöne Zeit.
Anton Korb
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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