Steirer mit Herz
Martin Karlik
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„Ich pflege und überwache ihn!“ So antwortet Martin Karlik auf die Frage, ob er den Kreuzweg in der Pfarrkirche Kapfenberg-Schirmitzbühel manchmal besuchen würde. Das Leiden Jesu stellte der gebürtige Wiener, der in der Steiermark aufwuchs, in 14 Bronzetafeln dar, nachdem Pfarrer Giovanni Prietl ihn 2020 darum gebeten hatte. „Kunst war stets Ausgleich und Ventil für mich“, sagt der pensionierte Mediziner, der fünf Jahre im Brucker Krankenhaus und 33 Jahre als praktischer Arzt in St. Marein im Mürztal tätig war. Wie einst in seiner Arztpraxis, so rückt der verheiratete Familienvater auch als Bildhauer das Leben in den Mittelpunkt und lässt Menschen, Tiere und Fabelwesen aus Terracotta, Stein und aus Metall entstehen. Sich in religiöse Motive hineinzudenken und sie, der eigenen Spiritualität folgend, zu formen, sei für ihn spannend.
In seiner Kunst wird Übergangenes zum Heiligen – davon zeugt auch sein überlebensgroßer Bronze-Bettler im Altarraum der Grazer Vinzenz-Kirche. Was Martin Karlik als Bildhauer vermitteln will, ist Toleranz, Solidarität und Würde im Umgang mit anderen und sich selbst.
Anna Maria Steiner
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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