Vorgestellt
Carmen Brugger, Haus FranzisCa

Foto: Eichberger

Dass ihre Mama und ihre Oma „ihr eigenes Geld“ hatten, schätzte sie schon als Kind und Jugendliche. Sie waren finanziell von ihren Männern unabhängig, im Gegensatz zu anderen Frauen im Dorf. Gewalt gegen Frauen beschert der Südsteirerin Carmen Brugger eine „innere Wut“ (bis 10. Dezember läuft die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“). Mit Frauen, die sich allein durchkämpfen müssen, hat Mag.a Carmen Brugger auch beruflich zu tun: Sie leitet seit 2017 das „Haus FranzisCa“, das Frauenwohnhaus und die Notschlafstelle der Caritas Steiermark, eine Kooperation mit den Franziskanerinnen („Grazer Schulschwestern“).
Die einzige österreichische Grenzfähre über die Mur nach Slowenien befährt die begeisterte Radfahrerin schon lange: Geboren am 10. Jänner 1968, wuchs sie in Weitersfeld in der Pfarre Mureck auf. Ihr verstorbener Vater war Postbeamter, die Mutter Hausfrau. Carmen studierte in Graz Theologie.
Vielfältig war Carmen Brugger kirchlich tätig. Sie war etwa Jugendleiterin für die Region Leibnitz oder für die Katholische Jugend Österreich in Wien tätig und verantwortete 1997 das Jugendprogramm der Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz. An der Karl-Franzens-Uni in Graz war sie Personalentwicklerin. Religion unterrichtete sie in Leoben, 2005 stieg sie bei der Caritas, bei der auch ihr Mann Mag. Georg Eichberger MSc angestellt ist, in die Freiwilligenarbeit ein. Die optimistische, extrovertierte Frau mit Durchhaltevermögen hält Unrecht schlecht aus.

JOHANN A. BAUER

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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