Herz-Jesu-Kirche Graz
Leben und Tod
- Eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem sensiblen Thema „Tod“ will die diesjährige Aufführung von Mozarts Requiem in der Grazer Herz-Jesu-Kirche ermöglichen – für SängerInnen und KonzertbesucherInnen.
- Foto: Donauer
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Requiem. Persönliche Gedanken treffen auf Mozarts Meisterwerk.
Das Mozart-Requiem am 1. November, von Fritz Haselwander initiiert, ist seit über 50 Jahren fester Bestandteil des Kirchenjahres der Grazer Herz-Jesu-Pfarre. Matthias Unterkofler hat vor zehn Jahren die Nachfolge angetreten und setzte diese Tradition fort. Zur 10. Aufführung des Werkes in diesem Rahmen hat er sich aber etwas besonderes einfallen lassen.
Die Ausführenden, der Chor der Herz-Jesu-Kirche, die Grazer Kapellknaben sowie Capella Calliope, holen die Musik in die Gegenwart und stellen den Inhalt in unmittelbaren Bezug zu eigenen Biographien:
„Der Tod ist eine Verwandlung zum Guten, zum Schöneren, zum Besseren. Ich bin neugierig auf den Moment, an dem ich die Zusammenhänge zwischen Diesseits und Jenseits ‚erleben‘ werde und werde völlig verblüfft ausrufen: Was, so ist das alles?!“ (HF, 67 Jahre)
In einer szenischen Produktion verwandelt sich die Herz-Jesu-Kirche in einen Raum des Träumens, der Trauer und des Abenteuers. „Von der Erde geht es zuerst in den Flugzeughimmel. Danach weiter in den Gotteshimmel. Das Leben_2 ist eine Überraschung.“ (SR, 10 Jahre)
Die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit, Tod und Leben, Leid und Erlösung sowie Trauer und Freude verschwimmen in Handlung und Darstellung. Das Publikum begibt sich mit den Ausführenden zwischen diese Welten.
„Der Tod ist unausweichlich mit dem Leben verbunden und betrifft in gerechter Weise ohne Ausnahme jeden Menschen. Mit dem Tod endet das irdische Leben. Ob er zugleich ein Neuanfang ist, ist wohl eine Glaubensfrage. Der Gedanke, dass nach dem Tod eine andere Form von Dasein beginnt, ist jedenfalls sehr tröstlich.“ (EK, 61 Jahre)
Anna Morawetz (Autorin) verfasste den Text des Stückes, Sandra Schüddekopf (Regie) und Matthias Unterkofler (musikalische Leitung) entwickelten die Handlungsebenen. Wesentliche Impulse kamen im Laufe der letzten eineinhalb Jahre von den Ausführenden selbst. Berührt zeigt sich Matthias Unterkofler von den persönlichen Begegnungen in der Konzeptionsphase. „Jede Altersgruppe, jeder Einzelne hat seinen Zugang. Über das sensible Thema Tod offen zu sprechen, bedarf einiger Überwindung und setzt großes Vertrauen voraus“.
„Der Tod kommt früher oder später, ob wir es wollen oder nicht. Ist er da, ist es zu spät zu leben.“ (FK, 14 Jahre)
Herz-Jesu-Kirche Graz
Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem – Ein Spiel über Leben und Tod für 100 Stimmen.
Sonntag, 1. November, 17.30 Uhr
Montag, 2. November, 19.45 Uhr
Samstag, 7. November, 19.45 Uhr
Chor der Herz-Jesu-Kirche Graz, Grazer Kapellknaben, Capella Calliope, T. Maksimova (Sopran), E. Shugai (Alt), A. Kovalev (Tenor), T. Sol (Bass), Dirigent: M. Unterkofler.
Karten: tickets.chorwerk.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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