Offen gesagt - Eva Rossmann
Zwischen Buchdeckeln
- Foto: Wagner-Strauss
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Zum Welttag des Buches (23. 4.) fragen wir eine Autorin: Warum lesen Sie?
Weil es wohl nirgendwo mehr zu entdecken gibt als zwischen zwei Buchdeckeln. Es ist so individuell, alle haben wir unsere eigenen Bilder im Kopf, wenn wir lesen. Und gleichzeitig verbindet es mich mit den Menschen, die das gleiche Buch auch gelesen haben.
Sobald ich als Kind endlich diese Zeichen zu Geschichten zusammensetzen konnte, habe ich gelesen. Viel. Überall. Daran hat sich nichts geändert. Heute ist Lesen Teil meines Berufs. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich selbst einmal Bücher schreibe – und dass andere sie lesen.
Natürlich mag ich gute Krimis sehr – dann, wenn sie von Menschen und einem Stückchen Welt erzählen. Thriller mit vielen Toten sind nicht so mein Ding. Aber ich genieße es auch, mich meinen Lieblings-autoren erneut anzunähern – und gerade die unbekannteren Texte zu entdecken. Das ging mir mit Franz Kafka so, mit Heinrich Böll und momentan ist gerade Umberto Eco dran – er wird übrigens auch in meinem nächsten Krimi „Licht brennt“ (der heuer im August erscheint) eine Rolle spielen. Da geht’s um einen Kultverlag, in dem seit beinahe hundert Jahren als Zeichen der Aufklärung Licht brennt – aber jetzt ist er in großen Schwierigkeiten …
Die Autorin Eva Rossmann stammt aus Graz und ist für gesellschaftskritische sowie kulinarische Krimis bekannt.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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