Positionen - Svjetlana Wisiak
Zu viel Action mit Mario?
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Den Tag beginne ich damit, im Stall meine Kühe zu melken. Das bringt am meisten Geld, und nach einem Jahr im Business bin ich schon so weit in Übung, dass danach genügend Kraft übrig ist, um all meine Gemüsefelder zu bestellen. Mittler-weile bleibt mir danach sogar noch Zeit, um in den Wald zu reiten, bei der Ausgrabungsstätte mitzuhelfen, fischen zu gehen, oder mich mit anderen Dorfbewohnern zu unterhalten. Aber keine Sorge, ich habe keinen alternativen Beruf ergriffen!
Als Kind der Neunziger Jahre bin ich ein großer Fan von Super Mario. So gönnte ich mir kürzlich eine Spielkonsole, um mich in die Super Mario World mit all ihren Abenteuern stürzen zu können. Während meine geliebte Spielfigur aus vollem Hals mit ihrem berühmten Satz, „It’s-a me, Mario!“, um meine Aufmerksamkeit buhlt, ziehe ich allerdings die monotone, ruhige und märchenhafte Welt meines Bauernhof-Spiels vor.
Resignierend muss ich feststellen, dass mein Alltag genug Action für mich parat hat, sodass ich mich abends lieber mit dem einfach gestrickten digitalen Bauernleben begnüge. Ob es nur mir so geht? Und was würde Super Mario dazu sagen? Vermutlich: „Oh, nooo!“
Svjetlana Wisiak
svjetlana@wisiak.ne
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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