Aus meiner Sicht - Heinz Finster, Geschäftsführer
Wir bitten um Heilung
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Nach dem schrecklichen Anschlag in Graz fragen uns Medien-KollegInnen: „Wie geht Ihr als katholische JournalistInnen damit um?“
Über Eltern, Lehrende, SchülerInnen, Verwandte und Freunde fegte der Amoklauf hinweg wie ein Tsunami. Ahnungslos wurden sie überflutet mit Tod, körperlichem und seelischem Schmerz. Als SONNTAGSBLATT waren wir nicht direkt „dabei“, und doch wurden wir durch Berichte in den „Tsunami“ hineingezogen. Wie viele Menschen ringen wir um kleine Schritte:
Einen Schritt zurücktreten: Über Einzelheiten wird im großen Stil berichtet. Uns muss nicht alles beschäftigen, was andere Medien thematisieren. Wir üben Achtsamkeit. Tun, was zu tun ist: Wir machen unsere Arbeit. Genauer vielleicht und demütiger. Ein Satz von Ilse Aichinger begleitet uns: „Was wir einsetzen können, ist Nüchternheit.“
Zu Gott tragen: Wir schauen hin zu den Quellen unseres Glaubens und vertrauen darauf, dass es bei aller Erschütterung eine Hand gibt, die mitfühlend begleitet und trägt, sodass wir nicht im Chaos ertrinken. Im Gebet verbunden mit allen Glaubenden, Hoffenden und Liebenden tragen wir das herzzerreißende Geschehen von Graz, und auch die vielen tragischen „Tsunamis“ an anderen Orten dieser Welt, hin zu Gott. Wir bitten um Heilung.
Heinz Finster, Geschäftsführer
heinz.finster@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.