Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Segel setzen
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Nach einem Frühstückstee, den meine Mama aus ihren getrockneten Kräutern mischt, sowie einem ersten frühmorgendlichen Kaffee, ist ein Grüntee aus dem Weltladen meist mein drittes Heißgetränk am Tag. Neben dem fein-herben Geschmack begeistern mich vor allem die Sinnsprüche, die in der Grünteepackung auf kleinen Zettelchen schlummern. Derjenige von heute lautet: „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die
Segel neu setzen.“
Ich hole Luft und atme durch. Von wem auch immer dieser Spruch ist – er gibt gerade das Befinden wieder, das mich beschleicht, wenn ich kurz innehalte und die Welt betrachte. Klima, Kriege, Katastrophen: Wie mag es da erst jenen gehen, die noch alles vor sich haben? „Nicht gut“, behaupten Studien zur psychischen Verfasstheit junger Menschen.
Dass es auch anders geht, erzählte mir jüngst ein früherer Bürokollege. Seine Tochter sei aktiv geworden und habe im Sommer an einem „Kollapscamp“ teilgenommen. Junge Erwachsene hätten dort Strategien für eine bessere Welt entwickelt. „Zusammen können wir die unvermeidbaren Katastrophen zu besseren Katastrophen machen“, ist auf der Webseite zu lesen.
Ermutigen wollen wir auch mit dem SONNTAGSBLATT. Lesen Sie, tanken Sie Kraft und setzen Sie die Segel neu.
Anna Maria Steiner, Redakteurin
anna.steiner@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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