Aus meiner Sicht - Katharina Grager
Olympisches Gefühl
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Die Bestzeit im Skeleton, Gold in der Slalom-Team-Kombination oder das Herzschlag-Finale beim Skispringen – gemeinsames Mitfiebern und anschließend ein kollektiver Freudentaumel bei den AnhängerInnen der Sieger-Nationen. All das können Sport und insbesondere die Olympischen Spiele bewirken – Ereignisse, die viele Menschen über Unterschiede hinweg in Begeisterung und Freude vereinen.
Fasten ist keine olympische Disziplin. Und doch auch etwas, das uns mit anderen verbindet. Wenn ich am Aschermittwoch Menschen sehe, die auch die Spur eines Aschenkreuzes tragen und sich unsere Blicke treffen, dann erkennen wir still, was uns verbindet, lächeln einander vielleicht zu – wissend, dass wir nicht alleine glauben.
Fasten kann solche Verbindungen auch über die Grenzen unseres christlichen Glaubens hinaus ermöglichen. Heuer, wo der muslimische Fastenmonat Ramadan gleichzeitig mit der christlichen Fastenzeit beginnt, wird das besonders sichtbar.
Fasten als religiöse Übung oder „spirituelles Training“ vereint alle Menschen, die aus religiösen Gründen fasten, in dem Bemühen, wohlwollender im Umgang mit sich selbst, bessere Mitmenschen und verträglichere ErdenbewohnerInnen zu werden.
Katharina Grager, Chefredakteurin
katharina.grager@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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