Offen gesagt - Sabine Petritsch und Rosa Hojas
Hören auf Gottes Geist
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Wie kann eine Gruppe unterschiedlicher Menschen gemeinsame Entscheidungen treffen?
Es gibt verschiedene Wege, und wir wissen auch, dass das gar nicht so leicht ist. In der Praxis ist es oft so: Man hat zum Beispiel eine Frage, und weil man mit anderen klüger ist als alleine, denkt man gemeinsam darüber nach. Wenn es um wichtige Vorhaben geht, ist es ratsamer, das Ergebnis von vielen überprüfen zu lassen.
Das Konsent-Prinzip dient dabei der Vergewisserung. Der Ablauf sieht vor: Hinhören, Fragen stellen, auch Meinungen kundtun, bevor abgestimmt wird. Lohnt es sich, weiter in diese Richtung zu denken, oder sehe ich eine große Gefahr für das Gesamte? Formuliere ich einen Einwand? Ein Stopp wird ernst genommen. Im Dialog wird versucht, Einwände einzuarbeiten. Es geht nicht um Übereinstimmung mit meiner Idee, sondern um Überprüfung, ob das Vorhaben grundsätzlich in Ordnung ist. Unsere Diözese übt sich in diesem Prinzip.
Acht strategische Richtungsaussagen werden auf der Diözesankonferenz von 150 Menschen beleuchtet. Dabei ist nicht nur das Hören auf das je Eigene zentral, sondern besonders das Hören auf Gottes Geist – weil schließlich Er die Zukunft der Kirche bereithält.
Sabine Petritsch (l.) und Rosa Hojas (r.) haben sich im Vorfeld des zweiten und letzten Treffens der Diözesankonferenz (4.–5. April) Gedanken über das Konsent-Prinzip gemacht.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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