Mutworte - P. Georg Sporschill SJ
Gott ist nahe
- Foto: Elijah Wien
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Wir wollten an die Wurzel gehen, dorthin, wo die Not herkommt. Unserem Werk gaben wir den Namen „Elijah“. Der Prophet erweckte das tote Kind einer armen Witwe zum Leben. Allerdings verlangte er etwas von der Witwe. Mit dem letzten Mehl und Öl, das sie im Topf hatte, sollte sie für ihn Brot backen. Er zeigte der Witwe, dass sie nicht armselige Empfängerin, sondern Gastgeberin war.
Noch heute staune ich, wenn ich in die Hütten der Roma-Familien komme. Wie viele Kinder und Verwandte leben da in einem einzigen Raum! Unglaubliche Gastfreundschaft. Ein farbiger Wandteppich mit dem Motiv des letzten Abendmahles oder des guten Hirten ziert in der Hütte die Wand und verdeckt Löcher. Hier ist Jesus zuhause, er empfängt mich in der Armut mit einer Fröhlichkeit.
Elijah heißt „Gott ist deine Hilfe“ – „Gott ist nahe“. Wenn ich unsere Arbeit beschreiben müsste, dann sage ich nicht „Arbeit“, sondern: Wir leben zusammen. Wir teilen Freud und Leid.
Seit 2012 widmet sich der Vorarlberger Jesuit Georg Sporschill mit Ruth Zenkert, die an dieser Stelle regelmäßig berichtet, dem Verein Elijah, der in Rumänien v. a. Familien aus der Volksgruppe der Roma unterstützt. Am 26. Juli wird P. Sporschill 80 Jahre alt.
P. Georg Sporschill SJ ist Gründer des Sozialprojektes ELIJAH in Rumänien. Aus: elijah.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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