Offen gesagt - Manuela Horvath
Glaube und Gemeinschaft
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Am 9. August findet zum 30. Mal in Folge die Romawallfahrt in Mariazell statt. Was steht dahinter?
Die Romawallfahrt nach Mariazell gibt es bereits seit einigen hundert Jahren. Nachdem die Wallfahrt 1938 verboten worden war, pilgerten Romnija und Roma nach 1945 wieder nach Mariazell – um der KZ-Opfer zu gedenken und für das eigene Überleben zu danken. Seit der Wiederbelebung der Romawallfahrt 1996 kommen Angehörige unserer Volksgruppe aus Österreich und den Nachbarländern wieder in Mariazell zusammen. Jährlich am zweiten Sonntag im August treffen sie sich, um gemeinsam zu beten, Gottesdienst zu feiern, den Glauben sichtbar zu machen und ihn zu leben.
Ort von Begegnung, Glaube und Gemeinschaft: Die Romawallfahrt nach Mariazell ist mehr als eine religiöse Großveranstaltung.
Neben dem Zusammenhalt innerhalb der Volksgruppe stärkt sie auch das Gemeinschaftsgefühl mit anderen.
An unserem Pilgersonntag sind natürlich auch hunderte andere WallfahrerInnen in Mariazell. Stoßen sie dort auf pilgernde Romnija und Roma, entsteht Raum für gegenseitiges Kennenlernen. Es ist uns wichtig, auch andere Pilgergruppen in den Gottesdienst miteinzubinden – in den vergangenen Jahren ist uns das verstärkt und gut gelungen. So wird Begegnung möglich.
Manuela Horvath ist Leiterin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt und organisiert die Romawallfahrt nach Mariazell.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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